Um den Unterhalt kämpfen

Wie junge Volljährige im Rechtsstreit mit ihren Eltern, großteils Vätern, erfolgreich ihren Unterhalt einklagen können.

Kostenloses Webinar mit der Rechtsanwältin Dr.in Judith Kolb | Donnerstag, 7. Juli 2022 | 19.00 – 21.00 Uhr

„Das Unterhaltsrecht stellt einen der zentralen Eckpfeiler des Familienrechts dar. In dieser Rechtsmaterie spielen nicht nur Bestimmungen des Privatrechts, sondern auch öffentlich-rechtliche Normen eine Rolle. Mit der Gewährung von Unterhalt sollen die Bedürfnisse der unterhaltsberechtigten Person befriedigt werden. Zur Leistung von Unterhalt werden per Gesetz grundsätzlich die Eltern verpflichtet. Nachdem der Unterhalt der Deckung der gesamten Lebensbedürfnisse dient, sind davon nicht nur Nahrung, Kleidung etc. umfasst, sondern auch die Ausbildung im Beruf. Die Eltern sind dazu verpflichtet, ihre Kinder in der Berufsausbildung zu unterstützen, solange gewisse Voraussetzungen von Seiten des Unterhaltsberechtigten erfüllt werden. Speziell der Unterhaltsanspruch junger Erwachsener befasst die Judikatur dabei immer wieder aufs Neue, da Personen mit der Vollendung des 18. Lebensjahres ihren Unterhalt selbständig einklagen können/müssen und es hierbei immer wieder zu Streitigkeiten mit den Unterhaltsverpflichteten kommt. Auch die Frage, wann eine Person als selbsterhaltungsfähig zu qualifizieren ist und welche Auswirkungen dies auf bisherige Unterhaltsverpflichtungen hat, ist nicht immer einfach zu beantworten und beschäftigt sowohl Anwält*innen als auch die Gerichte immer wieder.

Das Webinar widmet sich folgenden relevanten Themen:

  • Wer ist unterhaltsberechtigt und was ist vom Unterhalt grundsätzlich umfasst?
  • Wo liegen die Grenzen des Unterhalsrechts?
  • Welche Ansprüche kann der Unterhaltsberechtigten erheben?
  • Der Unterhaltsanspruch von Studierenden – auf was ist zu achten?
  • Muss zu viel erhaltener Unterhalt zurückbezahlt werden? Einwand des gutgläubigen Verbrauches.
  • Kann auf Unterhaltsansprüche verzichtet werden?
  • Erfahrungen aus der Praxis zum Thema Unterhalt für junge Erwachsene ab 18. Jahren
  • Abschließende Diskussionsrunde

Das Webinar inspiriert sich an dem neu erschienen Buch „Um den Unterhalt kämpfen! Junge Volljährige im Rechtsstreit gegen ihre Väter“ von Felix Gaillinger https://www.utzverlag.de/catalog/book/44959

„Studieren ist teuer, vor allem in München. Doch nicht immer werden Student*innen von ihren eigentlich leistungsfähigen Eltern finanziell unterstützt. Felix Gaillingers Buch „Um den Unterhalt kämpfen! – Junge Volljährige im Rechtsstreit gegen ihre Väter“ beschäftigt sich mit genau diesem Konflikt.

Von Milena Lisiecki, https://philtrat-muenchen.de/vater-unterhalt-finanziell-rechtsstreit/

Der 18. Geburtstag – die meisten jungen Menschen fiebern ihm sehnsüchtig entgegen. Endlich allein Auto fahren, feiern gehen, in den Urlaub fahren. Das verbinden viele mit der Volljährigkeit. Für einige junge Erwachsene hat die neue Freiheit jedoch auch ihre Schattenseiten. Viele wollen studieren, und daran, das Leben komplett selbst zu finanzieren, ist kaum zu denken. Finanziell bleiben die meisten noch lange von der Unterstützung der Eltern abhängig. Manch eine*r, dessen oder deren Eltern getrennt leben, steht mit der Volljährigkeit vor folgender Situation: Mit dem 18. Geburtstag hört der Vater von heute auf morgen auf, Unterhalt zu zahlen. Nun steht der oder die junge Erwachsene schlagartig vor einem Problem. Zwar besteht während einer ersten beruflichen Ausbildung oft ein rechtlicher Anspruch auf Unterhaltszahlungen der Eltern, nur wird der oder die junge Volljährige vom einen auf den anderen Tag juristisch nicht mehr von Institutionen wie dem Jugendamt oder dem anderen Elternteil vertreten, sondern muss die Zahlungen nun selbst einfordern. Mit allen Konsequenzen. Während der Vater auf Forderungen staatlicher Institutionen meist noch eingeht, nimmt er die des eigenen Kindes häufig nicht ernst und übergeht sie einfach. Und klar, ein junger Mensch muss sich seiner Rechte auch erst einmal bewusst sein!

Es geht um Macht oder schlichtweg Desinteresse

Ein Konflikt, in dem es um mehr als nur Geld geht. Häufig mangelt es den Vätern keineswegs an Geld. Es geht um Macht oder schlichtweg um Desinteresse.

Felix Gaillingers Buch handelt ausschließlich von Vätern, die ihren volljährigen Kindern den Unterhalt verwehren, nicht von Müttern. Dies ist keineswegs die willkürliche Entscheidung des Autors, sondern leider gesellschaftliche Realität. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle sind es die Väter, die Barunterhaltszahlungen an ihre volljährigen Kinder verweigern, während die jungen Erwachsenen häufig auch über das 18. Lebensjahr hinaus im mütterlichen Haushalt versorgt werden. So nehmen die Mütter indirekt ihre Verpflichtung zum Unterhalt wahr.“

Link zum Podcast:

https://www.podcast.de/episode/593198176/das-ae-team-folge-78-unterhaltspflicht-bei-volljaehrigen

Die Vortragende

Dr.inJudith Kolb, Anwältin in Graz.Sie ist seit 2013 Rechtsanwältin und seit 2015 Partnerin in der Kanzlei Stipanitz – Schreiner & Partner in Graz. Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt im Familienrecht und umfasst Ehescheidungen, Obsorge, Unterhalt für Kinder und Ehegatten, sowie auch das Aufteilungsverfahren. Eine transparente und sorgfältige Arbeitsweise ist für sie der Grundstein um auf die Bedürfnisse ihrer Klient*innen eingehen zu können.

Die Herausforderung bewältigen, sich von einem Narzissten bei gemeinsamen Kindern zu trennen.

Tipps und Strategien von Coach Claudia Herberger

Kostenloses Webinar mit Diskussionsmöglichkeit | Dienstag, 5. Juli 2022 | 19:00 bis 21:00 Uhr

Partner mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind anfangs oft umwerfend, aber im Laufe der Zeit zunehmend emotional unerreichbar, manipulativ und scheinbar unberechenbar. Am Ende der Liebe angelangt, fühlt frau sich machtlos und ist entsetzt, wie es so weit kommen konnte. Jeder Versuch, die Talfahrt zu wenden, ist gescheitert. Nie ist frau genug, sie fühlt sich unsichtbar und beschädigt.

Ein Mensch mit dieser Persönlichkeitsstörung folgt anderen Regeln, deshalb sind selbst die sensibelsten Frauen chancenlos, wenn sie verzweifelt versuchen, die Beziehung mit großer Anstrengung und Hingabe zum Laufen zu bringen und ihre Partner emotional zu verstehen oder zu erreichen. Irgendwann kann frau nicht mehr und will auch einfach nicht mehr.

Sich aus der narzisstischen Manipulation zu befreien, ist ein enormer Kraftakt. Besonders, wenn Kinder im Spiel sind. Am Ende einer Beziehung mit einem Narzissten ist man ohnehin energielos und traurig. Das eigene Selbstbewusstsein ist am Boden und nun muss frau sich auch noch gegen den Widerstand, die Drohungen oder Kampfansagen des einst geliebten Menschen stemmen.

Man muss die emotionale Welt des Narzissten begreifen, um sich erfolgreich zu schützen. Denn alles, was man über ein liebevolles Miteinander gelernt hat, funktioniert bei Narzissten nicht. Obwohl keine allgemeingültige Gebrauchsanweisung für alle Trennungen existiert, gibt es Strategien, die den Umgang erleichtern und eine Trennung möglich machen.

In diesem Workshop sprechen wir über diese besondere Herausforderung, beispielsweise, welchen Regeln maligne Narzissten folgen und wie man sie aushebelt. Weiters erfahren wir Tipps und Strategien, wie wir zu einer möglichen Heilung und Klarheit über sich selbst gelangen.

Vortragende:

Claudia Herberger ist 50 Jahre alt und lebt mit ihrer sechsköpfigen Patchwork-Familie in Hamburg. Daran sieht man, dass sie mindestens eine Trennung hinter sich hat. Diese Ent-Paarung war eine wirkliche Herausforderung für sie, denn sie hatte alles zu bieten, was man sich auf gar keinen Fall wünscht. Claudia Herberger hat sich damals auf die Suche nach einer Art Anleitung gemacht, denn sie fühlte sich total überfordert und zerrissen vom eigenen Schmerz, der Wut und Ohnmacht und der Verantwortung gegenüber ihren eigenen Kindern. Letztlich hat sie es trotz einiger kleinerer Kollateralschäden mit viel Unterstützung von außen geschafft, alle heil durch die Trennung zu bringen. Natürlich hat auch die Patchwork-Situation einige Herausforderungen zu bieten, aber mit einem sehr achtsamen Miteinander und viel Raum für alle Emotionen hat sie die Situation gut gemeistert.

Beruflich hat sie einiges erlebt, ist seit 1995 in der Filmbranche und seit über zwanzig Jahren Filmproduzentin mit einem eigenen Unternehmen.

Ihre eigene Geschichte hat sie zur Arbeit von Bestsellerautorin und Therapeutin Katherine Woodward Thomas gebracht. Bei ihr ist Claudia Herberger seither in  Ausbildung und erlebt, wie wirkungsvoll und heilsam der Prozess für Menschen ist, die sich mit Verlusten auseinandersetzen, da der Ansatz selbstermächtigend ist. Dies gefällt ihr besonders gut.

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FEM.A präsentiert das Projekt des Frauenzentrums ZIB: U25 – Woman Empowerment

Präsentation des Projekts am Mittwoch, 22. Juni 2022 | 19.00 Uhr

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Zielgruppe sind Alleinerzieherinnen und junge Mütter

  • mit Bezug der Wiener Mindestsicherung
  • ab 18 Jahren und bis zum vollendeten 25. Lebensjahr
  • mit betreuungspflichtigen Kindern (das jüngste Kind muss unter drei Jahren sein)

Ziele des Projekts sind:

  • Stärkung des Selbstbewusstseins sowie Sichtbarmachung der Potenziale
  • frühzeitige Entwicklung von beruflichen Perspektiven
  • Abbau der Barrieren zu Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten

Die Frauen erhalten auch psychosoziale Beratung hinsichtlich ihrer aktuellen Lebenssituation, Wohnungsproblemen, finanzieller Aushilfen, Kindergartenplatzsuche, Erziehungsberatung sowie Unterstützung mit Behörden und Behördenwegen. 

Der Projektstandort ist in der Lieblgasse 3, 1220 Wien. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 09:00 bis 15:00 Uhr.

Die Vortragenden:

Mag.a Viktoria Schinegger, Sozial- und Integrationspädagogin

Nach dem Studium der Sozial- und Integrationspädagogik an der Universität, zog es sie nach Deutschland, um dort wertvolle Erfahrungen in der Arbeit eines Frauenhauses zu machen. Wieder zurück in Österreich arbeitete sie fast zehn Jahre lang für die Wiener Kinder- und Jugendhilfe. Nach der Karenz hat sie im Mai 2022 bei ZIB Training begonnen.

Mag.a Julia Maria Gegenhuber

Studium der Theater- Film- und Medienwissenschaft, Schwerpunkt Frauenbilder in den Medien, sowie Psychologie an der Universität Wien. Langjährige Erfahrungen in der Betreuung und psychosozialen Begleitung von jungen Erwachsenden mit psychischen Erkrankungen bei den Wiener Sozialdiensten.  

Leitung von Workshops und Lerngruppen und vielfältige Lehrtätigkeiten im integrativen Bildungsbereich für Biv Integrativ. Erfahrung als Trainerin in der Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt der Berufsorientierung für Sozial- und Pflegeberufe bei ZIB Training.

Ist an der Kontakt­verweigerung des Kindes wirklich die Mutter schuld?

Falsche Narrative, die von Väterrechtlern bewusst in die Welt gesetzt werden.

Onlinediskussion am Mittwoch, 15. Juni 2022 um 19.00 Uhr

Müttern wird von Pflegschaftsrichter*innnen, Familiengerichtshilfemitarbeiter*innen, Gutachter*innen und Väterrechtlern fortlaufend vorgeworfen, sogenannte “Gatekeeperinnen” zu sein und den Kontakt zwischen Vater und Kind zu verhindern.

Tatsächlich sind die Gründe sehr vielfältig, warum Väter ihre Kinder nach einer Trennung nicht mehr sehen.

2007 leitete Mariam-Irene Tazi-Preve eine Untersuchung, die der Frage nachging, warum so viele Väter nach der Trennung bzw. Scheidung von der Kindesmutter keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern haben. Es zeigte sich, dass dies vielfältige Gründe hat und nur bei einem Teil daran liegt, dass die Mutter den Kontakt zu den Kindern/dem Kind willentlich unterbindet. Die Gründe liegen, so hat sich in der qualitativen Befragung von ExpertInnen herauskristallisiert, im Wesentlichen in den folgenden vier Bereichen:

  • Das (Selbst-)Verständnis von Vaterschaft: Dabei geht es um das subjektive Vaterschaftskonzept der Männer, verbunden mit gesellschaftlichen Erwartungen an Väter. Manche Männer ziehen sich gänzlich zurück, weil sie unsicher über die Bedeutung der eigenen Rolle als Vater sind. Es zeigt sich, dass vor allem der klassische „Ernährer-Vater“ nach einer Scheidung Probleme mit der Ausgestaltung der Vater-Kind-Beziehung haben kann, da er auf die bisher von der Mutter übernommene Rolle als „Beziehungsvermittlerin“ verzichten muss.
  • Die Beziehung zur Kindesmutter: Äußerst bedeutsam für den Kontakt zwischen Vater und Kind ist die Qualität der Beziehung des Vaters zur Kindesmutter. Als Schlüsselfaktor für den Kontaktverlust bzw. –abbruch zwischen Vater und Kind erweist sich, wenn Mutter und Vater die Konflikte als Paar und als Eltern vermischen. Besonders problematisch sind dabei Eskalation von Konflikten und die bisweilen jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen.
  • Eine neue Partnerschaft: Das Eingehen einer neuen Partnerschaft des Vaters und/oder der Kindesmutter fördert den Kontaktverlust zwischen Vater und Kind. Das größte Problem stellt dabei das Entstehen von Konkurrenzsituationen zwischen der Kindesmutter oder/und den Kindern und der neuen Partnerin des Vaters dar bzw. umgekehrt, wenn die Kindesmutter eine neue Partnerschaft eingeht.
  • Macht und Gewalt: Zentrale Themen im Zusammenhang mit dem Kontaktabbruch zwischen Vater und Kind sind Macht und Gewalt. Auf der einen Seite haben die Kindesmütter eine gegenüber den Kindesvätern privilegierte Position in Bezug auf ihre Kinder, weil sie diese primär betreut haben. Auf der anderen Seite geht es um männliche Gewaltausübung innerhalb der Familie, da Mütter den Kontakt mit Vätern, die während der Beziehung gegen sie und/oder gegen die Kinder gewalttätig waren, verweigern. Ein Teil der Mütter unterbindet den Kontakt, weil sie mit ihrem gewalttätigen ehemaligen Partner in keiner Weise mehr kooperieren wollen. Es gibt also einen Anteil von Frauen, die dem Vater „die Kinder entziehen“. Die Väterrechtsbewegung aber macht uns glauben, dass diese Mütter die große Mehrheit darstellen würden, und weigert sich, andere Faktoren, die zum Kontaktverlust mit dem Kind führen können, anzuerkennen.

Am Podium diskutieren darüber die Wissenschafterin und Autorin Dr.in Mariam Irene Tazi- Preve, die Klinische- und Gesundheitspsychologin Mag.a Maria Ebersteller und das FEM.A Vorstandsmitglied und Rechtsexpertin Mag.a Susanne Wunderer. Moderation: Andrea Czak, MA, geschäftsführende Obfrau des Vereins FEM.A.

Dr.in Mariam Tazi-Preve, at her home in Kissimmee, Florida.

Dr.in Mariam Irene Tazi-Preve

Dr.in Mariam Irene Tazi-Preve, geboren in Innsbruck, Österreich, Unterricht an der University of Central Florida, davor University of New Orleans ist eine Zivilisationstheoretikerin mit visionärem Blick. Sie verfügt über langjährige Forschungstätigkeit in Wien an den größten Forschungsinstitutionen (Österreichische Akademie der Wissenschaft, Universität Wien, Ludwig Boltzmann Institut). Sie war Gastprofessorin an der City University of London, der Australian National University in Canberra  und an der Universitat Pampeu Fabra in Barcelona.

Ihre Schwerpunkte sind politische und feministische Theorie, Politik und Reproduktion, der europäische Wohlfahrtsstaat und Zivilisationstheorie Sie ist Autorin bzw. Koautorin und Herausgeberin von mehreren Büchern und zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen, darunter “Mutterschaft im Patriarchat” und “Väter im Abseits”. Sie war Mitbegründerin von “Bumerang. Zeitschrift für Patriarchatskritik”. Mariams jüngstes Buch „Das Versagen der Kleinfamilie“ erschien 2017 auf Deutsch und 2020 auf Italienisch. Sie ist – häufig mit Hauptvortrag – Referentin in Nordamerika und Europa und in zahlreiche internationale Netzwerke involviert (Network of Societies of Peace, Motherhood Initiative for Research and Community Involvement, Network on the Gift Economy, American Political Science Association u.a.m.).

Website: https://www.mariamtazi-preve.com

Mag.a Maria Eberstaller

Mag.a Maria Eberstaller
Klinische und Gesundheitspsychologin

Die Klinische- und Gesundheitspsychologin Mag.a Maria Eberstaller ist 53 Jahre alt. Sie ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Nach ihrer Ausbildung hat sie als Hortpädagogin zu arbeiten begonnen und vier Jahre eine Gruppe geleitet. Danach erst kam der Entschluss zum Studium der Psychologie. Die Freude an der Arbeit mit Kindern ist geblieben. Die Tätigkeit als Sachverständige hat sie in den Bereich der Obsorge und Familienrecht geführt. Seit einigen Jahren wird sie immer öfter von Müttern und Vätern aufgesucht, die Sorge haben, dass es ihrem Kind im Obsorgestreit nicht gut geht. Sie begleitet diese Familien als Psychotherapeutin, schreibt aber auch Befunde und Stellungnahmen, um darzulegen, wie es dem Kind in seiner Situation geht. Sie hält dies für sehr wichtig, weil meist der Blick auf das Kind in den Obsorgeverfahren verloren geht. 

Susanne Wunderer – copyright Bettina Frenzel


Mag.a Susanne Wunderer
 hat an der WU Wien studiert und ist alleinerziehende Mutter einer Tochter. Da sie selbst früh mit einem Pflegschaftsverfahren konfrontiert war, hat sie vor einigen Jahren eine Selbsthilfegruppe gegründet, um Unterstützung durch den Austausch mit anderen betroffenen Müttern bieten zu können. Die lange und intensive Beschäftigung mit Pflegschaftsverfahren hat sie zur Expertin werden lassen. Seit einem Jahr ist sie Vorstandsmitglied bei FEM.A, wo sie sich um alles Rechtliche und die Interessensvertretung von Alleinerzieher*innen kümmert. Sie betreut täglich das FEM.A-Telefon und kann aus vielen, vielen Praxis-Fällen, die sie täglich aus ganz Österreich hört, berichten.

Andrea Czak – copyright Bettina Frenzel

ANDREA CZAK, MA

Andrea Czak, MA studierte an der Academy of Fashion Design in Rom und machte ihren Master in Fashion Marketing am Istituto Europeo di Design in Mailand.

Sie lebte fünfzehn Jahre in Italien und sammelte dabei viel internationale Erfahrung. Andrea ist die Gründerin und hauptberuflich als die geschäftsführende Obfrau des Vereins Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A tätig. Sie ist überzeugte Feministin und bestens in der feministischen Szene Wiens vernetzt. Seit vielen Jahren setzt sie sich als politische Aktivistin für die Rechte von Alleinerzieherinnen und ihren Kindern ein. Sie ist selbst alleinerziehende Mutter einer Tochter.

Quellen: 

  • Das Versagen der Kleinfamilie: Kapitalismus, Liebe und der Staat von Mariam Irene Tazi-Preve.
  • Väter im Abseits. Zum Kontaktabbruch der Vater-Kind-Beziehung nach Scheidung und Trennung von Mariam Irene Tazi-Preve

Siehe https://verein-fema.at/die-vaeterrechtsbewegung/

Was tun, wenn die Gegenanwält*in in Pflegschaftsverfahren zum psychologischen „Vernichtungskrieg“ ansetzt?

Kostenloses Webinar mit Diskussionsmöglichkeit | Dienstag, 21. Juni 2022 | 19:00 bis 21:00 Uhr

In diesem Webinar beleuchten wir die Strategien der Gegenanwält*innen, um Mütter in Pflegschaftsverfahren zu verunsichern und zu schwächen. Gemeinsam finden wir Strategien, um uns vor Angriffen der Gegenseite zu schützen.

Frauen definieren sich in unserer Gesellschaft über die Mutterrolle. Mütter bleiben in Österreich lang in Karenz. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bleiben Frauen in deutschsprachigen Ländern am längsten zuhause, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Laut einer Studie stehen in Österreich 60 Prozent der Frauen wieder im Erwerbsleben, wenn das Kind zwei Jahre alt ist und viele arbeiten dann in Teilzeit. Auf der einen Seite gibt es in vielen ländlichen Region Österreichs zu wenig Möglichkeiten der Kinderbetreuung, auf der anderen Seite spielen gesellschaftliche Normen eine große Rolle. Zu groß ist bei vielen Frauen im deutschsprachigen Raum das Gefühl, eine „schlechte“ Mutter zu sein, wenn ein Kind nicht lange genug von ihnen betreut wird.

Mütter verdienen durch die zurückgegangenen geleisteten Arbeitsstunden und durch niedrigere Löhne durchschnittlich weniger. In einer früheren Studie zeigte eine andere Forschungsgruppe bereits, dass im Rahmen des “Karriereknicks” selbst zehn Jahre nach der Geburt eines Kindes das Gehalt der Mütter noch nicht auf dem Niveau vor der Geburt beziehungsweise Schwangerschaft liegt. Zitat: https://www.derstandard.de/story/2000135920571/in-deutschsprachigen-laendern-haben-es-muetter-nach-der-geburt-ihrer?fbclid=IwAR1q5lthwNyc6MVyzonyvvZvZgIqsQyylOQUVzms7_h6IrYz7FCIB3H2COQ

Nach der Trennung werden diese gesellschaftlichen Normen oftmals missachtet und Väter klagen immer längere Betreuungszeiten bei Gericht ein. Meistens arbeiten die Väter dann weiter in Vollzeit und lassen die Kinder von der Großmutter oder der neuen Partnerin betreuen.

Mütter fallen durch die längeren Betreuungszeiten des Vaters um einen wesentlichen Teil des Kindesunterhalts um, den sie jedoch mit ihrem Teilzeitgehalt nicht wettmachen können. Zugleich sehen sie sich langjährigen Pflegschaftsverfahren ausgesetzt, bei denen sich die Väter aufgrund ihres höheren Verdiensts oft teurere Anwält*innen leisten können. Diese Anwält*innen setzen oft zu einem psychologischen „Vernichtungskrieg“ an, um Vorteile für ihre Mandanten herauszuholen. Oftmals eskalieren Gerichtsverfahren erst durch die Teilnahme von Anwält*innen, denn diese profitieren finanziell davon, wenn sich die Verfahren in die Länge ziehen. Sie nützen die psychologischen Schwachstellen der durch die Trennung verletzten Vätersehr geschickt, um sich auf ihre Seite zu stellen und sie in ihren Verletzungen zu bestärken. Perfide Strategien gegen Mütter werden erfunden, um ihnen die unlautersten Motive zu unterstellen. Gezielt möchten sie die Mütter in ihrer Mutterrolle schwächen, bedenken jedoch nicht, dass sie dadurch auch die Kinder schädigen, die mit den Müttern mitleiden.

Müttern begegnen in Pflegschafts- und Unterhaltsverfahren immer wieder folgenden Falschbehauptungen, die ein gängiges Argumentationsmuster der Gegenanwält*innen darstellen:

1. „Mütter entfremden dem Vater nach der Trennung/Scheidung die Kinder.“
Dies wird gestützt mit dem PAS, dem „Parental Alienation Syndrom“, nach dem Mütter „Verfügungsgewalt“ über die Kinder ausüben, was dazu führe, dass Väter ihre Kinder nicht oder nur wenig sehen. PAS wurde von den relevanten internationalen Wissenschaftsverbänden als unwissenschaftliches Konzept abgelehnt, in Spanien wurde es verboten, in Italien hat es das Höchstgericht als „Nazi-Theorie“ bezeichnet, in den USA hat man schon begonnen, legistisch gegenzusteuern (Stichwort: „Kayden‘s Law“).

2. Mütter wollen Kinder und Geld, Väter sind Zahlmeister.
Die Zahlen sprechen in Österreich eine gänzlich andere Sprache: 33% der Kinder getrennt lebender Mütter erhalten gar keinen Unterhalt, weder vom unterhaltspflichtigen Vater noch vom Staat in Form von Unterhaltsvorschuss oder Halbwaisenrente. Die durchschnittliche Unterhaltszahlung beträgt 376 Euro pro Monat, während die Kosten pro Kind in Alleinerziehenden-Haushalten durchschnittlich 900 Euro betragen (dies hat die Kinderkostenstudie des Sozialministeriums 2021 ergeben).

 Mit dem Webinar „Wie Mütter gestärkt in Plegschaftsverfahren hineingehen“ wurde bereits die Möglichkeit geboten, über Tricks und Kniffe wie die persönliche Meinung besser transportiert werden kann, gesprochen und eine persönliche Strategie erarbeitet. Im Webinar „Was tun, wenn die Gegenanwält*in in Pflegschaftsverfahren zum psychologischen „Vernichtungskrieg“ ansetzt?“ widmen wir uns ausführlich der Strategie der Gegenanwält*innen, durchleuchten ihre Vorgehensweise und finden Strategien, um uns vor den Angriffen der Gegenseite zu schützen.Als (ehemalige) Scheidungsanwältin kennt Rebecca Oberdorfer rechtliche „Tricks und Kniffe“. Daher soll das Webinar eine Möglichkeit bieten, nicht nur rhetorisch, sondern auch rechtlich gestärkt, in ein Pflegschafts- und Unterhaltsverfahren zu gehen. So soll aber nicht nur über rechtliche Themen gesprochen und Paragraphen abgearbeitet werden, sondern Strategien, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Grundlagen, erörtert und erarbeitet werden.  

Vortragende:

Mag.a Rebecca Oberdorfer war Scheidungsanwältin in der Dr. Helene Klaar und Dr. Norbert Marschall Rechtsanwälte OG. Vorwiegend war sie im Familienrecht tätig, ihr Schwerpunkt war Scheidungs-, Aufteilungs- und Unterhaltsrecht sowie Pflegschaftsrecht, dh. Obsorge- & Kontaktrecht sowie Kindesunterhaltsrecht.

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Wir unterstützen die Initiative “Ni Una Menos Park” der Grünen Frauen im Alsergrund – dazu hat unsere compañera Natalia, Initiatorin von Ni Una Menos Austria Gruppe, als Privatperson eine Petition gestartet. Der Anlass war die brutale Ermordung der Trafikantin Nadine W. am 5. März 2021 durch ihren Ex-Partner in ihrer Trafik in der 9., Nussdorferstrasse 4.

Die Grünen Alsergrund haben ein Jahr später im März 2022 einen Antrag in der Bezirksvertretung für die Benennung der kleinen Grünfläche zwischen Nussdorferstrasse und Fluchtgasse direkt gegenüber des Tatorts eingebracht. Diese Parkbenennung soll ein Zeichnen gegen die geschlechtsspezifische strukturelle Gewalt gegen Frauen setzen und als Gedenkort für alle Femizidopfer dienen. Der Antrag wurde an die Kulturkommission des 9. Bezirkes verwiesen und es gibt dort noch keine endgültige Entscheidung. Der Erfolg dieser Petition kann die Entscheidung der Kulturkommission positiv beeinflussen und darüber hinaus wienweit mehr Awareness in der Bevölkerung für das Thema Femizid schaffen. Wir benötigen eure tatkräftige Unterstützung!

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