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SUMMARY:Internationaler Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
DESCRIPTION:FEM.A kämpft für ein Ende der Gewalt gegen Mütter und Kinder durch Kindsväter und Institutionen. \nWas Gewalt gegen Frauen betrifft befinden wir uns in einem Notstand. \nLaut der FRA (European Union Agency For Fundamental Rights) hat mehr als jede Dritte Frau in Österreich (35\,7 %) im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalt oder Drohungen und/oder sexuelle Gewalt erlebt. In der Partnerschaft ist es nahezu jede Fünfte Frau in Österreich (17\,1 %)\, die im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalt oder Drohungen und/oder sexuelle Gewalt durch einen Intimpartner in ihrem Leben erfahren hat. Die Thematisierung von Gewalt gegen Frauen ist lebensnotwendig. Eine Sonderauswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zeigt\, dass es in Österreich in den Jahren 2010 bis 2020 312 Morde und 439 Mordversuche an Frauen gab. Diese besorgniserregenden Zahlen bedeuten nicht nur\, dass Frauen passiv zum Opfer fallen\, sondern\, dass ein Großteil der Männer in Österreich im Allgemeinen und in Partnerschaften gewalttätig ist. \nGewalt gegen Frauen kann viele Formen annehmen – körperliche\, sexualisierte\, finanzielle\, psychische\, digitale\, institutionelle Gewalt oder Stalking. Dabei ist Gewalt nicht etwas\, was mit einem Beziehungsende endet. Die sogenannte Nachtrenungsgewalt bezeichnet Gewalt vom Ex-Partner gegen Frau und Kind ab dem Zeitpunkt der Trennung. Diese Gewalt tritt vor allem dann auf\, wenn häusliche Gewalt bereits während der Beziehung ausgeübt wurde. Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes konnte in der ersten bundesweiten Umfrage in Deutschland zum Thema zeigen\, dass es bei jeder zehnten Trennung zu Nachtrennungsgewalt kommt. Nach Angaben einer Studie des Bundesministeriums für Bildung\, Familie\, Senioren\, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben 70 Prozent der Frauen\, die häusliche Gewalt erfahren haben und deren Kinder weiterhin Kontakt zum Vater haben\, bei Treffen oder Übergaben erneut Gewalterfahrungen gemacht. Empirische Untersuchungen zeigen\, dass gerade in der Trennungsphase das Gewalt- und Tötungsrisiko für Frauen und Kinder um ein 5-Faches höher ist. Nachtrennungsgewalt kann in Form von häuslicher Gewalt auftreten\, in Form von Aufhetzen der Kinder gegen die Mutter um eine Entfremdung herbeizuführen\, sowie durch Ausübung psychischer und finanzieller Belastung auf die Mutter durch Anordnung von Gerichtsverfahren.  \nStändige Gerichtsanträge zu Obsorge und Kontaktrecht sind ein Weg für Kindsväter\, um nach der Trennung weiterhin Kontrolle auf die Mutter ausüben zu können. Diese Gewalt kann auch von offiziellen Institutionen getragen und verstärkt werden. Gerade in Pflegschaft- und Unterhaltsverfahren\, bei denen Sensibilität und Schutz von höchster Bedeutung sein sollten\, erfahren Frauen oftmals Diskriminierung. Unzureichende Gewaltschutzmaßnahmen im Familienrecht und unzureichende Sensibilisierung von Richter*innen und Gutachter*innen lassen dies oft ungestört zu.  \nEs gibt Fortschritte: Die österreichische Bundesregierung beschloss im Rahmen eines Ministerratsbeschlusses die Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt an Frauen 2025–2029. Sie verpflichtet sich damit zur langfristigen\, ressortübergreifenden Erarbeitung und Umsetzung konkreter Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt.  \nDennoch ist der Kampf für ein gewaltfreies Leben von Frauen lange nicht vorbei. FEM.A fordert weitere umfassende Reformen im Bereich Gewaltschutz. Wir brauchen Vernetzungsstrukturen\, die Hilfe bieten und Frauen davor schützen\, isoliert häuslicher Gewalt ausgeliefert zu sein. Es braucht weitreichende finanzielle\, rechtliche und psychologische Unterstützung für Frauen\, um sie im Fall von Gewalterfahrungen aufzufangen. Vor allem fordern wir einen gesellschaftlichen Wandel um Gewalt gegen Frauen entschieden zu bekämpfen. Dafür müssen wir aufhören\, Gewalt gegen Frauen als ein isoliertes Problem im privaten Raum zu betrachten\, und beginnen\, sie offen zu thematisieren. Wir dürfen nicht länger von Einzelfällen sprechen\, sondern müssen die zugrunde liegenden patriarchalen Strukturen sichtbar machen und anprangern. Dazu gehört auch\, die Täter beim Namen zu nennen – meist sind es Ehemänner\, Ex-Partner oder Väter. Gewalt gegen Frauen ist kein Zufall\, kein Versehen. Sie ist das Ergebnis bewusster Handlungen von Männern\, begünstigt durch gesellschaftliche Strukturen\, die Frauen isolieren und Täter schützen.  \n  \nQuellen:  \n\nDaten der FRA & PKS https://www.gewaltinfo.at/fachwissen/gewalt-in-der-partnerschaft.html\nDaten der Terre des Femmes & BMFSFJ https://frauenrechte.de/unsere-arbeit/haeusliche-und-sexualiserte-gewalt/hintergrundinformationen/umgangsrecht/nachtrennungsgewalt#:~:text=Bei%20jeder%20zehnten%20Trennung%20kommt\,Kind%20durch%20den%20Ex%2DPartner.\nBMFSFJ – Bundesministerium für Familie\, Senioren\, Frauen und Jugend (2011) https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/93728/ddf0bb44235e207056818876f794767f/famfg-familiensachen-arbeitshilfe-data.pdf \nhttps://verein-fema.at/fort-und-rueckschritte-im-gewaltschutz-von-alleinerzieherinnen/\n\nZusätzliche Info:  \nhttps://www.un.org/en/observances/ending-violence-against-women-day \nhttps://www.unwomen.org/en/news-stories/in-focus/2022/11/in-focus-16-days-of-activism-against-gender-based-violence
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