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SUMMARY:Präsenz-Podiumsdiskussion: Johanna Dohnals Vermächtnis für Österreichs Frauen
DESCRIPTION:2024 feiern wir Johanna Dohnals 85. Geburtstag und wollen über ihr Vermächtnis für Österreichs Frauen\, und speziell das für Alleinerzieherinnen\, diskutieren. \nSamstag\, 25. Mai 2024 | ab 19 Uhr | Bezirksmuseum Hietzing\, Am Platz 2\, 1130 Wien \nAm Podium: \n\nGertraud Klemm\, Feministische Autorin\nMaria Rösslhumer\, ehemalige Geschäftsführerin von AÖF\nAndrea Czak\, geschäftsführende Obfrau Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A\n\nModeration:   Petra Unger\, Wiener Frauenspaziergänge \nEine feministische Publikumsbeteiligung ist ausdrücklich erwünscht! \nDie frauenpolitische Ikone wäre am 14. Februar 2024 85 Jahre alt geworden. Zeit für die Frage: Was hat die Dohnal richtig gemacht? Wie könnte die Frauenpolitik hierzulange reanimiert werden? Und von wem? \nWährend der vergangenen Regierungsperiode haben Frauen hochkonzentriert unter die Nase gerieben bekommen\, was alles noch nicht erledigt ist. Ein kleines Virus hat uns die großen\, alten Baustellen gezeigt: Die unbezahlte Arbeit hängt immer noch an den Frauen\, unser Bildungswesen ist reformbedürftig\, und typische Frauenberufe sind es trotz aller “Systemrelevanz” dem System nicht wert\, sie anständig zu bezahlen. \nAls uneheliches Arbeiterkind\, das im Krieg geboren und bei der Großmutter aufgewachsen ist\, hatte Johanna Dohnal etwas\, was in der rezenten Politik selten ist: mehr als eine Ahnung von einem Leben abseits der Privilegien. Die eigene Erfahrung aber reichte ihr nicht. Johanna Dohnal reiste durchs Land\, initiierte “Frauensprechstunden”\, hörte sich Sorgen an und nahm sie ernst. Auf Basis der Bedürfnisse wurden Problemlösungen erarbeitet und in Gesetze umformuliert. In allen Interviews\, die ich mit Weggefährtinnen geführt habe\, hörte ich diesen Satz: “Sie hat mit allen geredet.” Die Dohnal und ihr Team berieten sich auch mit internationalen ExpertInnen\, und auf Konferenzen teilte sie ihr Wissen\, ihre Erfolge und Pleiten wieder mit ihren Gefährtinnen. Sie war sich nicht zu schade\, mit Broschüren über Kindergeld\, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch durch das Land zu tingeln und den Kreis von Ursache und Wirkung zu schließen. Der zweite Satz\, der bei den Interviews immer fiel\, war oft von einem Seufzen begleitet: “Sie hat die Politik wirklich mit den Frauen gemacht\, und nicht nur für sie.” (Aus derstandard: https://www.derstandard.at/story/3000000205810/reinkarnation-von-johanna-dohnal-nicht-in-sicht) \nDie wichtigsten frauenpolitischen Errungenschaften zur Zeit Johanna Dohnals waren: \n\nStraffreiheit für Schwangerschaftsabbruch (1975)\nFamilienrechtsreform (1976 bis 1978)\nÖsterreichs erstes Frauenhaus in Wien (1978)\nVergewaltigung in der Ehe als Straftatbestand (1989)\nBeseitigung der Amtsvormundschaft für unehelich geborene Kinder (1989)\nVerweis eines gewalttätigen Ehepartners aus der Wohnung (1990)\nElternkarenz (1990)\nBundes-Gleichbehandlungsgesetz für den öffentlichen Dienst (1993)\n\nRede von Getraud Klemm bei der Mahnwache für Johanna Dohnal – Rede am 14.2.2024 am Wiener Zentralfriedhof zum Nachlesen >> \n  \nAm Podium\n			\n			\n				\n				\n				\n				\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n			\n				\n				\n				\n				\n				Foto: (c) Bernd Alfanz\n			\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				Gertraud Klemm\n1971 in Wien geboren\, studierte Biologie und arbeitete als hygienische Gutachterin bei der Stadt Wien. Seit 2006 ist sie freie Autorin. Ihr Roman „Aberland“ stand 2015 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Für ihre Texte erhielt sie zahlreiche Preise\, u.a.: Publikumspreis beim Bachmannpreis 2014\, Outstanding Artist Award für Literatur 2020\, Ernst Toller Preis 2021\, Anton Wildgans Preis 2022. Zuletzt erschien ihr Roman „Hippocampus“ bei Kremayr & Scheriau. \n			\n			\n				\n				\n				\n				\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n			\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				Maria Rösselhumer\nMag.a Maria Rösslhumer\, Politikwissenschaftlerin\, langjährige Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)\, Leiterin der Frauenhelpline gegen Gewalt (0800/222 555) und Onlineberatung www.haltdergewalt.at bis Dez. 2023. Von 1997-2017 Geschäftsführerin des Vereins WAVE (Women Against Violence Europe)\, des Europäischen Netzwerks gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Vorstandsmitglied des Österreichischen Frauen@rings und Mitbegründerin des Vereins OBRA (ONE BILLION RISING AUSTRIA)\, Vorstandsmitglied von MAMANET Austria\, Trainerin\, Gender- und Gewaltschutzexpertin. Gründerin von StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt und beauftragte StoP-Koordinatorin von StoP in Österreich www.stop-partnergewalt.at. Erreichbar unter www.die-stop-expertin.org. Maria.roesslhumer@stop-partnergewalt.org Tel: 0660 802 6388\nLiteratur zu Johanna Dohnal:\nMaria Rösslhumer\, Birgit Appelt: Hauptsache Frauen. Politikerinnen in der Zweiten Republik. Verlag Styria\, Graz\, Wien\, Köln 2001\, ISBN 3-222-12850-2\, S. 90–96. \n			\n			\n				\n				\n				\n				\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n			\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				Andrea Czak\nAndrea Czak ist Gründerin und geschäftsführende Obfrau des Vereins der Feministischen Alleinerzieherinnen (FEM.A)\, der aktuell ca. 360 Mitglieder zählt\, Advocacy-Expertin in Pflegschafts- und Unterhaltsverfahren und der Istanbul-Konvention\, Leiterin der FEM.A-Helpline (+43 676 77 21 606) und Moderatorin der FEM.A-Webinare\, Initiatorin der Initiative „Wir für Kinderrechte“ (www.kinder-rechte.at) „Stoppt institutionelle Gewalt“ (stoppt-institutionelle-gewalt.verein-fema.at) und „Karriere und Finanzen für Alleinerzieherinnen“ (karriere-und-finanzen.verein-fema.at)\, Projektleiterin des Projekts „Hilfe für Alleinerzieher*innen“\, Vorstandsmitglied des Österreichischen Frauenrings\, Mitglied der Allianz GewaltFREI leben\, Mitglied des Frauennetzwerks Medien\, Mitglied des Frauennetzwerks NPO\, Mitglied von WAVE\, Mitglied im Österreichischen Dachverband der Opferschutz-gruppen im Gesundheits- und Sozialbereich und Mitglied der Unterarbeitsgruppe „Frauen und Finanzen“ des Bundesministeriums für Finanzen zu den Maßnahmen der Nationalen Finanzbildungsstrategie. \nVideo von FEM.A zu Johanna Dohnal: „Glück kann nicht verordnet werden“ \n			\n			\n				\n				\n				\n				\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				Moderation\n			\n			\n				\n				\n				\n				\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n			\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				Petra Unger\nPetra Unger verbindet ihr praktisches Wissen aus langjähriger Tätigkeit in verschiedenen Museen mit ihrer Expertise als Referentin für Gender Studies und feministischer Theorie. Sie forscht zu politischer Frauengeschichte und Frauenkunstgeschichte unter feministischen Aspekten. Als Begründerin der Wiener Frauen*Spaziergänge vermittelt sie ihr Wissen in Rundgängen zu Frauengeschichte und Frauenkunstgeschichte in Wien. Seit 20211 ist sie Käthe-Leichter-Preisträgerin für Frauen- und Geschlechterforschung. 2019 wird sie mit dem Preis der Stadt Wien für Volksbildung ausgezeichnet. Sie ist gefragte Vortragende\, Seminarleiterin und Moderatorin zu Fragen der Geschlechterforschung in der Erwachsenenbildung. \nKapitel zu Johanna Dohnal im Buch „Frauen Wahl Recht“ \nPetra Unger verbindet in dem Buch anhand der Geschichte des Frauenwahlrechts\, Frauenbewegungs- mit Demokratie­geschichte – von Aristoteles und Thomas von Aquin bis Johanna Dohnal und der Autonomen Frauen­bewegung. \n			\n			\n				\n				\n				\n				\n			\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				\n				Eine feministische Publikumsbeteiligung ist ausdrücklich erwünscht! \n  \nAnschließend feiern wir uns beim FEM.A-Netzwerk-Treffen bei Prosecco und Brötchen.
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