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SUMMARY:Online-Webinar: Psychische Gewalt nach der Trennung - Strategien für Mütter im familienrechtlichen Verfahren
DESCRIPTION:Kostenloses Online-Webinar mit Mag.a Sonja Aziz | Montag\, 24. November 2025 | 19 – 21 Uhr  \nFamilienrechtsverfahren stellen für viele Mütter eine enorme emotionale und psychische Belastung dar – insbesondere dann\, wenn sie und ihre Kinder bereits Gewalt erlebt haben und nach der Trennung die Nachtrennungsgewalt einsetzt. Viele Väter nutzen die von ihnen eingeleiteten familiengerichtlichen Verfahren\, um betroffene Mütter mit Vorwürfen\, Schuldzuweisungen und einer Flut von Anträgen und Schriftsätzen zu belasten.  \nEin besonders problematisches Phänomen ist das sogenannte Parental Alienation Syndrome (PAS) – das „Elternentfremdungssyndrom“. Immer häufiger taucht dieser Begriff\, aber auch Abwandlungen wie „Bindungsintoleranz“ in Pflegschaftsverfahren auf\, obwohl er wissenschaftlich widerlegt und international als pseudowissenschaftlich eingestuft wurde. Lehnt ein Kind aufgrund erlebter oder miterlebter Gewalt den Kontakt zum Vater ab\, wird die Mutter oft beschuldigt\, sie würde das Kind beeinflussen oder entfremden.   \nWährend das gewalttätige Verhalten des Vaters im Verfahren zunehmend in den Hintergrund gerät\, wird der Mutter „Bindungsintoleranz“ attestiert. Sie wird aufgefordert\, Kontakte zum Vater zu fördern\, während eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Gewalt oft ausbleibt. Häufig wird sie verpflichtet\, kostspielige Eltern- oder Erziehungsberatungen zu absolvieren\, obwohl gemeinsame Sitzungen mit dem Vater weder zumutbar noch aussichtsreich sind. Trotz rechtlicher Möglichkeit werden Vätern nur selten Anti-Gewalt-Trainings auferlegt. Das Verfahren konzentriert sich so mehr auf das „Recht des Vaters auf Kontakt“ als auf das „Recht des Kindes auf Sicherheit“.  \nDiese Dynamiken führen dazu\, dass Mütter in Pflegschaftsverfahren einem massiven inneren und äußeren Druck ausgesetzt sind: Thematisieren sie die erlebte Gewalt\, geraten sie in die Defensive; schweigen sie\, gefährden sie den Schutz ihrer Kinder. Aussagen wie „Das Verhalten des Vaters kann weder verifiziert noch falsifiziert werden“ oder „Schauen wir in die Zukunft\, nicht in die Vergangenheit“ veranschaulichen\, wie Gewalt verharmlost und Verantwortung verschoben wird.  \nDieses interaktive Webinar beleuchtet die gängigen Schuldzuweisungen\, mit denen gewalttätige Väter in familiengerichtlichen Verfahren arbeiten\, und zeigt auf\, wie Mütter sich dagegen rhetorisch und rechtlich schützen können.   \nNeben rechtlichen Grundlagen werden typische Strategien der in Rede stehenden Väter analysiert und Wege aufgezeigt\, hierauf effektiv zu reagieren. Zudem werden aktuelle rechtspolitische und internationale Entwicklungen vorgestellt.   \nIm Mittelpunkt steht die Frage\, wie Mütter ihre Kinder im familienrechtlichen Verfahren wirksam schützen und ihr Recht auf ein gewaltfreies Leben durchsetzen können – auch dann\, wenn institutionelle Strukturen diesen Schutz erschweren.  \nDas Webinar bietet praxisnahe Informationen aus langjähriger familienrechtlicher Beratung\, konkrete Tipps für den Umgang mit Angriffen im Verfahren sowie Raum für Austausch und Fragen der Teilnehmenden.  \n  \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDie Vortragende:\nMag.a Sonja Aziz ist Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Familienrecht und juristische Prozessbegleitung (Vertretung von Opfern im Strafverfahren). Neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit publiziert und hält sie Vorträge und Fortbildungen zum Thema Gewalt gegen Frauen sowie familienrechtlichen Fragestellungen. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Verein Allianz GewaltFREI Leben\, war Mitglied der Task Force Strafrecht\, Opferschutz & Täterarbeit sowie des par­la­men­tarischen Dialogs “Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen” und beriet das Frauen*volksbegehren hinsichtlich der Gewaltschutzforderung. Seit 2020 arbeitet sie intensiv mit dem Verein Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A zusammen.
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