PRÄSENZ-VERANSTALTUNG

Präsenz-Seminar: Wie Alleinerzieher*innen sich strategisch gut auf ein familienrechtliches Gutachten vorbereiten können

Präsenz-Seminar: Wie Alleinerzieher*innen sich strategisch gut auf ein familienrechtliches Gutachten vorbereiten können
Präsenzseminar mit Markus Drechsler am Samstag, den 1. März 2025 | 14 – 17 Uhr | Bezirksmuseum Hietzing, Am Platz 2, 1130 Wien
Familienrechtsverfahren stellen für Mütter eine erhebliche emotionale und psychische Belastung dar – insbesondere dann, wenn es um Fragen der Obsorge oder des Kontaktrechts geht. Eine zentrale Rolle in diesen Verfahren spielen psychologische und mitunter auch psychiatrische Gutachten, die oft maßgeblich darüber entscheiden, wie Gerichte die Eltern-Kind-Beziehungen bewerten und welche Maßnahmen sie setzen. Doch gerade in hochstrittigen Verfahren oder bei Gewalt- und Manipulationsvorwürfen kann die Begutachtung für betroffene Elternteile und Kinder zur zusätzlichen Belastung werden – insbesondere dann, wenn methodische Mängel, Voreingenommenheit oder eine unzureichende Berücksichtigung von Gewalt- und Kindeswohlaspekten vorliegen.
In diesem Seminar beleuchten wir die Rolle psychologischer Gutachten in familienrechtlichen Verfahren aus einer kritischen Perspektive. Wir zeigen auf, welche Anforderungen an qualifizierte und methodisch fundierte Begutachtungen gestellt werden müssen, wie Betroffene sich gegen fehlerhafte oder einseitige Gutachten zur Wehr setzen können und welche Möglichkeiten es gibt, sich auf die Begutachtungssituation individuell vorzubereiten.
Eingegangen wird unter anderem auf folgende Fragen:
- Welche Rolle spielen psychologische Gutachten in Obsorge- und Familienrechtsverfahren, und wie beeinflussen sie gerichtliche Entscheidungen?
- Welche Qualitätskriterien müssen Gutachten erfüllen, um eine objektive und methodisch fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten?
- Wie können sich Betroffene gegen fehlerhafte, voreingenommene oder wissenschaftlich nicht haltbare Gutachten wehren?
- Welche rechtlichen und fachlichen Möglichkeiten gibt es, ein Gegengutachten oder eine fachliche Überprüfung eines bestehenden Gutachtens einzufordern?
- Inwiefern werden psychologische Konzepte wie „Parental Alienation“ oder „Bindungstoleranz“ in der Begutachtung herangezogen, und wie kann man auf unzutreffende Annahmen reagieren?
- Welche Fallstricke gibt es bei der Kommunikation mit Sachverständigen, Gerichten und Behörden, und wie kann man sich darauf vorbereiten?
- Wie können sich betroffene Mütter und Kinder vor Retraumatisierung durch familienrechtliche Verfahren schützen?
- Wie kann man sich als Betroffene auf die Begutachtungssituation konkret vorbereiten?
- Welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen, um sicherzustellen, dass Kindeswohlaspekte und erlittene Gewalt in Obsorge- und Kontaktrechtsentscheidungen angemessen berücksichtigt werden?
Viel zu oft erleben Betroffene, dass psychologische Gutachten in Obsorge- und Kontaktrechtsverfahren nicht den wissenschaftlichen Standards entsprechen, Gewalt- und Manipulationsdynamiken nicht ausreichend berücksichtigt werden oder stereotype Vorstellungen über Elternrollen Einfluss auf die Bewertung nehmen. Dies kann schwerwiegende Folgen für Obsorge- und Kontaktregelungen haben und zu weiteren Belastungen oder sogar einer Gefährdung von Kindern führen.
Mit den aktuellen Leitlinien zur Qualitätssicherung psychologischer Gutachten in familiengerichtlichen Verfahren gibt es jedoch klare Vorgaben, die Sachverständige einhalten müssen. Der Experte Markus Drechsler zeigt in diesem Seminar, wie Du die Einhaltung dieser Standards einfordern kannst, woran Du ein methodisch korrektes Gutachten erkennst, und welche Möglichkeiten bestehen, sich gegen fehlerhafte oder parteiische Begutachtungen zu wehren.
Außerdem hast Du die Möglichkeit, in einer Fragerunde mit dem Experten spezifische Fragen zu Deiner individuellen Situation zu stellen und um einzelne Gutachtensituationen nachzustellen und selbst auszuprobieren.
Der Vortragende:
Markus Drechsler ist Berater für den Straf- und Maßnahmenvollzug und Journalist. Er beschäftigt sich seit 2012 mit dem Maßnahmenvollzug. Durch diese Tätigkeiten ist er oft mit psychiatrischen und psychologischen Gutachten konfrontiert. Dieses Wissen und diese Erfahrungen kann er durch die Kontakte zu und den Austausch mit internationalen ExpertInnen aufwerten. Außerdem ist er Herausgeber und Chefredakteur des Magazins „Blickpunkte – Unabhängige Zeitschrift zum Straf- und Maßnahmenvollzug“.
Besonders am Herzen liegt Markus Drechsler die Arbeit mit Menschen und deren Begleitung und Koordination in umfassenden Gerichtsverfahren im Strafrecht, Familienrecht und Fremdenrecht. Er lebt mit seiner Frau, deren Kindern und dem Familienhund Yoko in Wien.
Seine Tätigkeitsschwerpunkte:
- Analyse von psychiatrischen und psychologischen Gutachten in Zusammenarbeit mit FachexpertInnen aus dem gesamten deutschsprachigen
- Mediale Begleitung von Gerichtsverfahren (Litigation PR).
- Begleitung und Koordination von umfangreichen Verfahren im Straf-, Familien- und Fremdenrecht
Er ist Mitglied bei: AIDP – Internationale Strafrechtsgesellschaft, Österreichischer Journalisten Club, Österreichischer Juristenverband, Presseclub Concordia, International Press Institute und der Prisoner Learning Alliance.
Weiters ist Markus Drechsler bereits 2015 mit dem Prof-Claus-Gatterer-Preis für sozial engagierten Journalismus und der Sozialmarie 2017 ausgezeichnet worden.
Markus Drechsler
Annagasse 3A/29 1010 Wien
Telefon: +43 664 184 85 58
E-Mail: markus@markus-drechsler.at
Website: www.markus-drechsler.at und www.blickpunkte.co.at
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