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SUMMARY:Welternährungstag
DESCRIPTION:Am 16. Oktober jedes Jahres findet der Welternährungstag oder Welthungertag statt. Er soll darauf aufmerksam machen\, dass noch immer zu viele Menschen auf der Welt an Hunger leiden. \nHunger mitten in Österreich\, ist das möglich? Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: laut Statistik Austria leiden um die 5% der Alleinerzieher*innen in Österreich an Hunger\, weil sie nicht genügend Geld für Essen haben. Der Anteil ist damit doppelt so häufig wie in der Gesamtbevölkerung. Außerdem können sich mehr als 10% manchmal oder oft nicht genügend Essen leisten\, auch das ist mehr als doppelt so oft wie in der Gesamtbevölkerung. Zusätzlich können es sich laut EU SILC Befragung 11% Alleinerzieher*innen nicht leisten\, jeden 2. Tag eine Hauptmahlzeit auf den Tisch zu bringen. Im Vergleich zu Paarfamilien mit Kindern sind das fast dreimal so viele. \nWie armutsbetroffene Alleinerzieher*innen den Hunger in der Praxis erleben\, wissen wir aus unserer Beratungstätigkeit: Sie müssen ständig überlegen\, ob und was sie sich für ihre Kinder zu essen leisten können. Sie wollen ihre Kinder gesund ernähren\, doch gleichzeitig dürfen sie auch nicht hungrig ins Bett gehen. Die Vorlieben der Kinder bleiben meist auf der Strecke: Den Müttern blutet das Herz\, wenn sie ständig die Wünsche ihrer Kinder ablehnen müssen\, nie kaufen können\, was die Kinder gerne essen würden. Ein Eis im Sommer wird für diese Kinder zum Luxus\, sie leiden stark unter der Ausgrenzung! \nDie Gründe für die Ernährungsarmut: \n\nNur etwa die Hälfte der Kinder von Alleinerzieher*innen bekommt Unterhalt von ihrem Vater. Außerdem deckt der durchschnittliche Kindesunterhalt\, wenn er bezahlt wird\, nur etwa ein Drittel der Kinderkosten. Grund für den fehlenden bzw. geringen Unterhalt sind die zahnlosen Unterhaltsgesetze.\n36% bekommen gar kein Geld\, also keine Ersatzleistungen wie Unterhaltsvorschuss oder Halbwaisenpension.\nAuch bei den staatlichen Familienleistungen werden Alleinerzieher*innen benachteiligt: sie müssen sich den Familienbonus mit dem Kindesvater teilen\, dem Kind kommt er also nicht zugute.\n\nQuellen: Unterhaltsbefragung 2021\, Kinderkostenanalyse 2021: Statistik Austria\, Familienleistungen im Vergleich 2021: WIFO \nHunger ist die Auswirkung von finanzieller Gewalt. Viele Mütter sehen sich gezwungen\, ihre Kinder allein durchzubringen. Bei geringem Stundenlohn (Motherhood Pay Gap\, Gender Pay Gap\, fehlende Kinderbetreuung) müssen als also 5% der Mütter unter Hunger leiden\, um ihre Kinder durchzubringen! \nFEM.A fordert: \n\nDie sofortige Umsetzung der Unterhaltsgarantie\, damit Alleinerzieher*innen nie mehr unter Hunger leiden muss!\nDie Verschärfung der Unterhaltsgesetze\, damit alle Kinder von Alleinerzieher*innen vor Hunger geschützt sind. Alle Kinder haben ein Recht auf ausreichendes und gesundes Essen!\nDie Auszahlung des gesamten Familienbonus in dem Haushalt\, wo die Kinder wohnen!\n\n 
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