Erziehung feministisch gestalten.

Wie wir starre Rollenbilder aufbrechen und vielfältige Chancen eröffnen.

Eine Veranstaltung von HeForShe Vienna und Verein Feministische Alleinerzieherinnen

Donnerstag, 04. November 2021 | Online auf Zoom (Einwahllink: https://zoom.us/j/95217599913)

18:00 bis 20:00 Uhr – Einlass ab 18:00 Uhr, Start der Veranstaltung um 18:15 Uhr

Darum geht es:

Schenken wir so manch Studien glauben, dann beginnt unsere geschlechtsspezifische Erziehung bereits im Mutterleib. Die Kenntnis über das biologische Geschlecht des Kindes vorausgesetzt, gehen Eltern und weitere Bezugspersonen bereits mit noch ungeborenen Kindern abhängig von den erwartbaren Geschlechtsmerkmalen anders um. Spätestens nach der Geburt nimmt jedoch in den meisten Fällen die gesellschaftliche Zuordnung ihren Lauf: pink – blau, hübsch – stark, Mädchen – Bub. 

Zum Teil völlig unbewusst verläuft Erziehung in unserer Gesellschaft entlang von zwei Geschlechterrollen. Wir erziehen unsere Kinder nicht nur, sondern wir erziehen sie zur Frau oder zum Mann. Mit Folgen. Denn die damit einhergehenden Zuschreibungen und Erwartungshaltungen schränken ein, nehmen unseren Kindern den Raum zur Entfaltung und prägen mitunter Lebenswege, die womöglich der gesellschaftlichen Vorstellung aber nicht unbedingt den Talenten und Leidenschaften der Kinder entsprechen. 

Feministische Erziehung verspricht eine gendersensible, gleichgestellte Erziehung abseits starrer Geschlechterrollen. Doch wie gelingt das? Was braucht es dazu? Und was bedeutet feministische Erziehung für die erziehenden Personen und Institutionen von Eltern über das private Umfeld bis hin zu Pädagoginnen und Pädagogen in Kindergärten und Schulen? 

FEM.A – der Verein feministischer Alleinerzieherinnen und HeForShe Vienna ergänzen dieses bewegende Thema um zwei besondere Perspektiven: jene der Alleinerzieherinnen sowie jene der Männer als Verantwortungsträger für nachhaltige Veränderung. Gemeinsam mit Expert*innen beleuchten wir, wie wir Erziehung feministisch denken und gestalten können. 

Finale Panelist*innen: 

Petra Unger

Petra Unger verbindet ihr praktisches Wissen aus langjähriger Tätigkeit in verschiedenen Museen mit ihrer Expertise als Referentin für Gender Studies und feministischer Theorie. Sie forscht zu politischer Frauengeschichte und Frauenkunstgeschichte unter feministischen Aspekten. Als Begründerin der Wiener Frauen*Spaziergänge vermittelt sie ihr Wissen in Rundgängen zu Frauengeschichte und Frauenkunstgeschichte in Wien.Seit 20211 ist sie Käthe-Leichter-Preisträgerin für Frauen- und Geschlechterforschung. 2019 wird sie mit dem Preis der Stadt Wien für Volksbildung ausgezeichnet. Sie ist gefragte Vortragende, Seminarleiterin und Moderatorin zu Fragen der Geschlechterforschung in der Erwachsenenbildung.

Philipp Leeb

Philipp Leeb, Sonderpädagoge mit Schwerpunkten Inklusive und Reform- sowie Sprachheilpädagogik und Kleinkindpädagogik, Bubenarbeiter und Gründer von poika – Verein für gendersensible Bubenarbeit, Kulturarbeiter, Schreiber und Clown.

Renate Tanzberger

Seit fast 30 Jahren im Verein EfEU (www.efeu.or.at) im Bereich „Geschlecht und Bildung“ tätig. Sie publiziert, hält Vorträge, leitet Workshops, erstellt Spiele zum Thema „Gleichstellung“, liest sehr gerne (u. a. auch Kinder- und Jugendbücher mit alternativen Geschlechterrollen) und freut sich auf einen regen Austausch während der Podiumsdiskussion.

Dieter Breitwieser

Jahrgang 1981, verheiratet, Vater von zwei Kindern. Er arbeitet als Sozialarbeiter und Berater beim WUK Wien und ist ehrenamtlich in der Väterarbeit beim Verein Papainfo tätig. In der Arbeit mit (werdenden) Vätern pflegt er einen praktischen Zugang und tritt für eine gleichberechtigte Elternschaft ein.

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