Warum finanzielle Unabhängigkeit von Frauen als Teil von Gewaltprävention verstanden werden sollte

Onlinediskussion anlässlich der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Donnerstag, 2. Dezember 2021| 18:00 bis 20:00 Uhr

Anlässlich der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen gehen wir der Frage nach, inwieweit das Thema Geld und Einkommensverteilung als Teil von Gewaltprävention besprochen werden können. Ökonomische Abhängigkeiten sind nicht nur wesentliche Bedingungen für Gewalt, sie können auch selbst eine Erscheinungsform von Gewalt sein. Dies zeigt sich am Arbeitsmarkt und in der ungleichen Verteilung von unbezahlter Arbeit, in der Verfügungsmacht über Ressourcen im privaten Haushalt und in der Ausrichtung zum Beispiel von Konjunkturpolitik. Wir überlegen, wie wir Ungleichheiten ansprechen, Gewalt vorbeugen und diskutieren konkrete geld-, steuer- und budgetpolitische Konzepte und auch, welche Utopien wir entwickeln können, um welche notwendigen Schritte zu setzen sind, einen Systemwandel hin zu wirtschaftlicher Gleichstellung zu erreichen. 

Panelist*innen:

Foto: © Igor Ripak

Dr.in Teresa Schweiger, M.A. ist Geschäftsführerin von poika, Verein zur gendersensiblen Bubenarbeit in Wien. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Cross Work/Gender&Kreatives Arbeiten/Gewaltprävention/Identität(en) und Buben*arbeit auf europäischer Ebene.

Foto: © Mercan Sümbültepe

Christian Berger, geboren 1991, ist Sozioökonom, Lektor u. a. an der WU Wien, arbeitet in der Referent in der Arbeiterkammer Wien und ist Autor. Er war einer der Sprecher*innen des Frauen*Volksbegehrens. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Gesellschaftstheorie und Kulturkritik, Feministische Politische Ökonomie sowie Grundlagen der Gleichbehandlung

Foto © Bettina Frenzel

Mag.a Susanne Wunderer hat an der WU Wien studiert und ist alleinerziehende Mutter einer Tochter. Da sie selbst früh mit einem Pflegschaftsverfahren konfrontiert war, hat sie vor einigen Jahren eine Selbsthilfegruppe gegründet, um Unterstützung durch den Austausch mit anderen betroffenen Müttern bieten zu können. Die lange und intensive Beschäftigung mit Pflegschaftsverfahren hat sie zur Expertin werden lassen. Seit einem Jahr ist sie Vorstandsmitglied bei FEM.A, wo sie sich um alles Rechtliche und die Interessensvertretung von Alleinerzieherinnen kümmert.

Moderation:

Foto © Bettina Frenzel

Andrea Czak, MA, ist die Obfrau des Vereins Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A. Sie ist selbst alleinerziehende Mutter einer Tochter. Seit 2017 setzt sie sich als politische Aktivistin für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder ein. Sie hat den Verein gegründet, weil sie gegen die Ungerechtigkeit, die alleinerziehende Mütter und ihre Kinder vor Gericht erfahren, aufstehen wollte. Als Obfrau vertritt sie den Verein nach außen, indem sie ihn bei Veranstaltungen repräsentiert, sich um die Vernetzung kümmert und die Öffentlichkeitsarbeit gestaltet.

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