Herzliche Gratulation zum Geburtstag.
Wenn ich an euch denke, fallen mir viele Attribute ein,
Feministisch, kritisch, politisch, präventiv, informativ, einzigartig, erfolgreich, bereichernd, beharrlich, laut, stark und couragiert, lästig und und und..
Da macht auch euer ALLEINSTELLUNGSMERKMAL aus.
Feministisch ohne Wenn und Aber! Ich behaupte mal, keine Frauenorganisation lebt und zeigt Feminismus so offen, so selbstverständlich, so klar wie ihr – das ist vorbildlich und dieses eindeutige Standing hat gefehlt in unseren Frauennetzwerken.
Kritisch: ihr nennt die Dinge beim Namen, seid unbequem, lästig und fordernd, ja auch radikal, was nicht immer leicht ist, aber bewundernswert.
Informativ und innovativ, durch das breite Spektrum an Angeboten, alleine durch die vielen Webinare, Lesungen, etc. mit den unterschiedlichsten Themen stärken Müttern, Frauen und Jugendlichen.Und die vielen Informationsbroschüren, die immer auch verbunden sind mit klaren politischen Forderungen. Dadurch verbreitet ihr großes Wissen und schließt die Lücken im System. Ihr sein auch innovativ durch die gutstrukturierte Website, wo man schnell alles Wichtige finden kann.
Politisch, ja ihr seid hochpolitisch, aber nicht parteipolitisch, jedoch parteilich für die Alleinerzieherinnen und deren Kindern.
Präventiv auf allen Ebenen: auf der primären Ebene durch die Aufklärung und das Bewusstmachen von allen Formen der Gewalt, die alleinerziehende Mütter und ihre erleben müssen. Angefangen von der struktureller Gewalt über die individueller Gewalt, Partnergewalt bis hin zur institutionellen Gewalt.
Auf der sekundären Ebene, durch das großartige Beratungsangebot, das FEM.A Telefon Und auf der tertiären Ebene durch eure politisch-strategische Arbeit, z.B. auch Mitarbeit beim GREVIO Bericht und bei politischen Stellungnahmen.
Das alles ist nicht nur Gewaltprävention, sondern auch Armutsprävention.
Einzigartig: FEM.A ist ein Nischenprojekt. Keine Organisation hat die prekäre Situation von Alleinerzieherinnen so stark sichtbar gemacht.
Ihr zeigt auf, wie es Müttern und deren Kindern bei Behörden und vor allem bei Familiengerichten geht, bei den Pflegschafts- und Obsorgeverhandlungen. Alleine das P.A.S (Parental Alienation Syndrome) das sogenannte Elter-Kind-Entfremdungssyndrom, das fast in allen Gutachten zu finden ist und das vor allem Mütter diskriminiert, herabwürdigt und in Verruf bringt.
Erfolgreich: es ist euch gelungen, innerhalb von so kurzer Zeit zu etablieren und auch finanziell gut aufzustellen.
Bereichernd, beharrlich, brandaktuell ich habe viel von euch gelernt, z.B. die Lanzarotte Konvention. Wer hat das vorher gekannt, nicht einmal ich.
Laut, stark und couragiert und immer bereit für Aktionismus, Kundgebungen, um die Gesellschaft aufzurütteln.
Kompetent durch Vernetzung: ihr habt schnell erkannt, dass es nur gemeinsam geht, mit Expertinnen, mit kompetenten und feministischen Anwält*innen, mit Verbündeten, mit Organisationen aus dem Opferschutzbereich.
GROSSE HOCHACHTUNG.
Danke dir liebe Andrea Czak für deinen Mut, deine Stärke, für deinen unerschütterlichen und unermüdlichen Einsatz.
Danke auch an dein tolles und starkes Team: Darauf kannst du sehr stolz sein.
Danke dir liebe Monika Schmidt für deine Kompetenz, für deine Ausdauer, für dein Empowerment, für deine tägliche Empathie für die Frauen am Beratungstelefon.
Danke dir liebe Jutta Mailänder, auch du bist eine starke Säule bei FEM.a Danke für deine große Expertise, für dein Wissen, für deine tollen Texte und für alles, was du für den Verein leistest.
Danke dir Karina Schneider, für das herausragende Webdesign und die kreativen Sozial Media Postings, für die großartige Gestaltung der Website und grafischen und kreativen Gestaltungen der Broschüren.
Danke an alle, die für den Verein arbeiten und mitunterstützen. Ein ganz großer Dank gilt auch Markus Drechsler, der starke männliche Verbündete für Mütter und Kinder.
Danke, dass ich Teil eueres Vereins und eurer Arbeit sein durfte und darf.
Bleibt weiterhin kein bisschen leiser, auch nicht, wenn es derzeit finanzielle Einbussen gibt.
Bleibt weiterhin lästig, nach dem Motto von Johanna Dohnal, nur Frauenorganisationen, die lästig sind haben ihre Existenzberechtigung.
Vorstellung von meinem Buch: Wenn Frauen zu sehr schuften. Vom Wunsch die Welt zu retten.
Mit einem Zitat von Yvonne Widler möchte ich überleiten zu meinem Buch, das ich kürzlich veröffentlicht habe, gemeinsam mit Eva Surma aus Leibnitz in der Steiermark.
Sisterhood ist nicht nett. Sie ist laut, unbequem, radikal – und überlebenswichtig. Berechtigte Wut ist ein Motor. Denn wir wollen nicht mehr nur überleben. Wir wollen leben. Frei. Sicher. Und gemeinsam.
Würde mich freuen, wenn viele unser Buch kaufen würden. DANKE. Natürlich mit persönlicher Widmung. Es kostet 20€
