
Online-Vortrag: Wenn Kinder Zeug*innen häuslicher Gewalt werden – eine unterschätzte Gefahr

Online-Vortrag: Wenn Kinder Zeug*innen häuslicher Gewalt werden – eine unterschätzte Gefahr
Kostenloser Online-Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Thomas Beck | Dienstag, 10. März 2026 | 19 – 21 Uhr
„Er war doch nur gegen die Mutter gewalttätig, nicht gegen das Kind.“ Oder „Die Gewalt liegt in der Vergangenheit, wichtig ist jetzt nur, wie die Zukunft gestaltet wird.“ Oder etwa „… dass er ein gewalttätiger Ehemann ist, macht ihn noch lange nicht zu einem schlechten Vater.“ Diese und ähnliche Sätze hören viele Alleinerzieher*innen im Familiengericht, wenn sie von der Gewalt des Kindesvaters berichten. Doch auch in Österreich gelten Kinder, die Zeug*innen von häuslicher Gewalt wurden, selbst als Opfer.
Klinischer Psychologe Dr. Beck zeigt in seinem Vortrag, welche Folgen das Miterleben von Gewalt in der Familie für Kinder hat – unmittelbar, aber auch langfristig. Entgegen dem verbreiteten Fehlglauben, Kinder würden die miterlebte Gewalt gar nicht richtig wahrnehmen oder einfach hinter sich lassen, macht Dr. Beck deutlich, wie gravierend die Auswirkungen sein können, welche psychischen und körperlichen Folgeschäden entstehen können und wie wichtig wirksame Schutzmaßnahmen sind.
Dieser Vortrag richtet sich an gewaltbetroffene Alleinerzieher*innen, Multiplikator*innen, Berufsgruppen, die gewaltbetroffene Alleinerzieher*innen oder ihre Kinder beraten oder an Entscheidungen über Obsorge und Kontaktrecht beteiligt sind – insbesondere Richter*innen und Gutachter*innen.
Der Vortragende:
Privatdozent Dr. Thomas Beck leitet die psychologische Arbeit im Kompetenzzentrum Gewaltambulanz der Tirol Kliniken. Als Obmann des Dachverbandes für Opferschutzgruppen im Gesundheitswesen und Sozialbereich treibt er den Ausbau von Opferschutzstrukturen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit, verbindliche Qualitätsstandards sowie wirksame Schutzwege voran. In Klinik und Forschung arbeitet er zu Gewaltfolgen, forensischer Dokumentation, Risikoeinschätzung sowie traumasensibler Versorgung, damit Betroffene nicht übersehen werden. In seinen Vorträgen vermittelt er praxisnahes Wissen für medizinisches Personal, Berater*innen und Hilfseinrichtungen. Für Alleinerzieher*innen legt er einen Schwerpunkt auf Nachtrennungsgewalt und Aufklärung über Wege zu Schutz und Stabilität für Mutter und Kind.
Warum der Großteil unserer Angebote Frauen* und weiblich gelesenen Personen vorbehalten ist
Der Großteil unserer Webinare und Seminare richtet sich an Frauen* und weiblich gelesene Personen, um einen geschützten Raum zu schaffen. Viele Teilnehmerinnen* sind von Gewalt betroffen oder haben diese erlebt, in der Regel Männergewalt. In diesem sensiblen Kontext ist es wichtig, sich sicher austauschen zu können, ohne Angst vor Bewertung oder Rechtfertigungsdruck.
Diese Vorgehensweise versteht sich ausdrücklich nicht als Ausschluss von Männern, sondern als Beitrag zum Gewaltschutz und zur Stärkung von Betroffenen.
Unser Fördergeber, das Sozialministerium, unterstützt uns in dieser Haltung.
Hast Du schon vorab Fragen oder kannst Du beim Webinar nicht dabei sein? Interessiert Dich ein Aspekt besonders? Dann schicke uns gerne eine E-Mail an event@verein-fema.at unter der Angabe des Namens des Webinars. Wir leiten Deine Frage an die Vortragende weiter und beantworten sie nach Möglichkeit im Webinar.
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