Online-Webinar: Wie Alleinerzieher*innen mental und rechtlich stark in Gutachten auftreten

Online-Webinar: Wie Alleinerzieher*innen mental und rechtlich stark in Gutachten auftreten

Kostenloses Online-Webinar mit Mag.a Rebecca Oberdorfer | Donnerstag, 11. September 2025 | 19-21 Uhr

Das Pflegschaftsverfahren ist ein familiengerichtliches Verfahren, das den rechtlichen Rahmen für Entscheidungen über die Obsorge, das Kontaktrecht und weitere Angelegenheiten minderjähriger Kinder bietet. Im Mittelpunkt steht immer das Kindeswohl.

Sachverständigengutachten spielen in diesem Verfahren eine Schlüsselrolle – sie liefern dem Gericht fachliche Grundlagen, um die bestmögliche Entscheidung im Sinne des Kindes zu treffen. Das Sachverständigengutachten liefert u.a.

  • Eine fachliche Einschätzung zur Erziehungsfähigkeit der Eltern
  • Beobachtungen zur Bindung des Kindes
  • Prognosen zur Entwicklung und Stabilität
  • Empfehlungen zu Betreuungs- und Kontaktrechtsregelungen

Das Sachverständigengutachten ist sohin ein besonderes Beweismittel im Pflegschaftsverfahren und hat entsprechende Aussagekraft. Wenn auch Richter*innen im Rahmen ihrer freien Beweiswürdigung nicht daran gebunden sind, werden die Empfehlungen der Sachverständigen im Regelfall als Entscheidungsgrundlage für den gerichtlichen Beschluss herangezogen.

Das Gutachten ist sohin der entscheidende Moment im Pflegschaftsverfahren und es geht oft eine enorme emotionale Belastung damit einher. In vielen Fällen sahen sich Mütter bereits bis zur Einholung des Gutachtens mit zahlreichen Vorwürfen, Kränkungen, Abwertungen und Nachtrennungsgewalt in diversen Formen konfrontiert und müssen nunmehr einmal mehr ihre Rolle als Mutter, ihre Erziehungsfähigkeit und ihre Bindung zum Kind unter Beweis stellen.

Es geht sohin nicht nur darum rechtlich, sondern auch mental stabil zu bleiben. Wer beides schafft, erhöht die Chance, dass die eigenen Interessen, die ja das Kindeswohl vertreten, überzeugend vertreten werden.

Ziel des Webinars Seminars soll daher sein, praxisnah zu vermitteln, wie man im Pflegschaftsverfahren ein Sachverständigengutachten mental und souverän meistert und rechtlich optimal nutzt.

Die Mütter lernen, wie sie

  • ihre mentale Stabilität stärken
  • rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen und
  • eine strategische Vorgehensweise entwickeln

um das Verfahren aktiv und selbstbewusst zu gestalten.

Themen und Inhalte des Webinars:

  • Mentale Stärke aufbauen: Gelassenheit bewahren – auch in belastenden Situationen
  • Rechtliche Grundlagen: Deine Rechte im Umgang mit Gutachten
  • Strategie und Einflussnahme
  • Kommunikation mit Gutachter*innen und Behörden
  • Gutachten verstehen: Aufbau, Fachsprache und typische Formulierungen entschlüsseln

Fehler und Schwachstellen der Gutachten erkennen

Die Vortragende:

Mag.a Rebecca Oberdorfer ist Rechtsanwältin mit Schwerpunkt im Familienrecht und Gewaltschutz. Sie verbrachte die ersten Jahre ihrer Karriere in renommierten Wirtschaftskanzleien in Wien und arbeitete zudem als Senior Legal Lawyer in angesehenen Unternehmen in Österreich, hat ihre Karriere sodann aber in der renommierten Anwaltssozietät der Dr. Helene Klaar und Dr. Norbert Marschall Rechtsanwälte OG, welche auf Familienrecht spezialisiert ist, fortgesetzt, wo sie schließlich als Rechtsanwältin gearbeitet hat. Im Jahr 2024 hat die Rechtsanwältin gemeinsam mit ihrer Kanzleipartnerin die Allen & Oberdorfer Rechtsanwältinnen OG gegründet.

Die Rechtsanwältin weist durch ihre langjährige Tätigkeit in der Dr. Helene Klaar und Dr. Norbert Marschall Rechtsanwälte OG eine besondere Expertise in sämtlichen Bereichen des Familienrechts aus. Zudem verfügt sie aufgrund ihrer Erfahrungen in Unternehmen und Wirtschaftskanzleien über ein besonderes wirtschaftliches Know How aus, welches sie vor allem in Unterhalts- und Aufteilungsverfahren mit Unternehmensbezug zum Vorteil ihrer Mandantinnen einsetzen kann.

Mag.a Rebecca Oberdorfer
Mariahilfer Straße 117/2/24
1060 Wien
Telefon: +43 650 73 27 985
E-Mail: office@allen-oberdorfer.at
Website: www.allen-oberdorfer.at

Warum der Großteil unserer Angebote Frauen* und weiblich gelesenen Personen vorbehalten ist

Der Großteil unserer Webinare und Seminare richtet sich an Frauen* und weiblich gelesene Personen, um einen geschützten Raum zu schaffen. Viele Teilnehmerinnen* sind von Gewalt betroffen oder haben diese erlebt, in der Regel Männergewalt. In diesem sensiblen Kontext ist es wichtig, sich sicher austauschen zu können, ohne Angst vor Bewertung oder Rechtfertigungsdruck.

Diese Vorgehensweise versteht sich ausdrücklich nicht als Ausschluss von Männern, sondern als Beitrag zum Gewaltschutz und zur Stärkung von Betroffenen.

Unser Fördergeber, das Sozialministerium, unterstützt uns in dieser Haltung.

Hast Du schon vorab Fragen oder kannst Du beim Webinar nicht dabei sein? Interessiert Dich ein Aspekt besonders? Dann schicke uns gerne eine E-Mail an event@verein-fema.at unter der Angabe des Namens des Webinars. Wir leiten Deine Frage an die Vortragende weiter und beantworten sie nach Möglichkeit im Webinar.

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