Online-Webinar: Wie Alleinerzieher*innen sich bei finanzieller Gewalt schützen können  

Online-Webinar: Wie Alleinerzieher*innen sich bei finanzieller Gewalt schützen können  

Kostenloses Online-Webinar mit Mag.a Maria Rösslhumer, am Dónnerstag, 28. November 2024 | 19-21 Uhr

Alleinerzieher*innen sind Leistungsträger*innen, jedoch tragen sie die volle Verantwortung meist allein. Sie haben kaum eine Lobby hinter sich. Alleinerziehende Mütter haben täglich mit einem starken Gegenwind zu kämpfen, weil sie nicht ins konservative Familienbild passen. Die Gesetzgebung meint es nicht gut mit ihnen.  

Alleinerzieher*innen sind daher Mehrfachdiskriminierungen und vielen Formen der Gewalt ausgesetzt. Die Hälfte der Alleinerzieher*innen lebt mit ihren Kindern in Armut und/oder Ausgrenzung. Laut EU SILC Erhebung 2023 leben 15% der Alleinerzieherinnen und ihre Kinder in absoluter Armut. Das ist mehr als viermal so häufig wie bei Familien mit zumindest zwei Erwachsenen. Dieser Rekordwert erklärt sich durch hohe Kinderkosten, die Hyperinflation, fehlenden Kindesunterhalt und mangelhafte staatliche Unterstützung.  Besonders betroffen sind Alleinerzieher*innen mit Migrationshintergrund. 

Aber das ist nicht alles: viele Mütter werden Alleinerzieher*innen, weil sie von häuslicher Gewalt/Partnergewalt betroffen sind. Auch nach einer Befreiung aus der Partnergewalt ist es oft lange nicht vorbei. Ab dann beginnt die strukturelle und finanzielle Gewalt, vor allem dann, wenn es um die Obsorge-Regelungen der Kinder geht. Diese Verfahren dauern oft monate- oder jahrelang. Alleinerzieher*innen stürzen sich oftmals in große Schulden, um die Kosten für Anwält*innen, psychologische Gutachten, angeordnete Elternberatungen, etc. zu bezahlen und sind weiterhin den vielen Formen der Gewalt ausgesetzt. Im Webinar geht es um Empowerment und um die Notwendigkeit eines gewaltfreien und unabhängigen Lebens. 

 Die Vortragende

Mag.a Maria Rösslhumer, Politikwissenschaftlerin, langjährige Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF), Leiterin der Frauenhelpline gegen Gewalt (0800/222 555) und Onlineberatung www.haltdergewalt.at bis Dez. 2023. Von 1997-2017 Geschäftsführerin des Vereins WAVE (Women Against Violence Europe), des Europäischen Netzwerks gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Vorstandsmitglied des Österreichischen Frauen@rings und Mitbegründerin des Vereins OBRA (ONE BILLION RISING AUSTRIA), Vorstandsmitglied von MAMANET Austria, Trainerin, Gender- und Gewaltschutzexpertin. Gründerin von StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt und beauftragte StoP-Koordinatorin von StoP in Österreich www.stop-partnergewalt.at.

Erreichbar unter www.die-stop-expertin.orgMaria.roesslhumer@stop-partnergewalt.org Tel: 0660 802 6388

Foto: Copyright Bettina Frenzel

Warum der Großteil unserer Angebote Frauen* und weiblich gelesenen Personen vorbehalten ist

Der Großteil unserer Webinare und Seminare richtet sich an Frauen* und weiblich gelesene Personen, um einen geschützten Raum zu schaffen. Viele Teilnehmerinnen* sind von Gewalt betroffen oder haben diese erlebt, in der Regel Männergewalt. In diesem sensiblen Kontext ist es wichtig, sich sicher austauschen zu können, ohne Angst vor Bewertung oder Rechtfertigungsdruck.

Diese Vorgehensweise versteht sich ausdrücklich nicht als Ausschluss von Männern, sondern als Beitrag zum Gewaltschutz und zur Stärkung von Betroffenen.

Unser Fördergeber, das Sozialministerium, unterstützt uns in dieser Haltung.

Hast Du schon vorab Fragen oder kannst Du beim Webinar nicht dabei sein? Interessiert Dich ein Aspekt besonders? Dann schicke uns gerne eine E-Mail an event@verein-fema.at unter der Angabe des Namens des Webinars. Wir leiten Deine Frage an die Vortragende weiter und beantworten sie nach Möglichkeit im Webinar.

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