
Online-Webinar: Welche Do´s und Don´ts Alleinerzieher*innen bei der Familiengerichtshilfe kennen müssen

Online-Webinar: Welche Do´s und Don´ts Alleinerzieher*innen bei der Familiengerichtshilfe kennen müssen
Praktische Tipps vom Profi
Kostenloses Webinar mit Martina Rammer-Gmeiner | Montag, 29. April 2024 | 19-21 Uhr
Im Zuge eines Pflegschaftsverfahren wird oftmals die Familiengerichtshilfe eingeschalten. Sei es um ein Clearing durchzuführen, eine fachliche Stellungnahme aufzusetzen oder um als Besuchsmittlung zu fungieren.
Gerade wenn Kindesväter eloquent und überzeugend sind, haben viele Frauen Angst, dass ihr Teil der Geschichte nicht schwer genug wiegt. Was sind die Do´s and Dont´s bei solchen Terminen, wie kann frau sich darauf vorbereiten und welche Fallen lauern, in die man, wenn frau sie kennt, nicht hineintappt?
Das Gericht beauftragt die Familiengerichtshilfe mit einem Clearing oder einer fachlichen Stellungnahme. Bei einem Clearing wird versucht, mit beiden Elternteilen eine außergerichtliche Lösung zu finden. Angestrebt wird eine schriftliche Vereinbarung, in der beispielsweise die Kontaktzeiten festgehalten werden.
Das Clearing leiten zwei Mitarbeiter*innen der Familiengerichtshilfe.
Oftmals fühlen sich Mütter in dieser Situation unter Druck gesetzt oder stimmen Dingen zu, die sie im Nachhinein bereuen.
Eine fachliche Stellungnahme wird ebenso von zwei Mitarbeiter*innen der Familiengerichtshilfe durchgeführt, wobei hier beide Elternteile und die Kinder involviert sind. Es gibt Termine, wo die Eltern getrennt voneinander befragt werden, Kinder werden interviewt und eine Spielsequenz mit Kind und Elternteil wird auf Video aufgenommen. Zudem können Kindergarten und Schule befragt werden. Dem Gericht wird diese Stellungnahme mit einer Empfehlung übermittelt.
Das Gefühl auf Knopfdruck performen zu müssen, verursacht Stress und birgt die Gefahr in sich, dass in dieser künstlichen Situation Fehler unterlaufen, die sich gegen Dich richten können.
Bei der Besuchsmittlung versuchen Mitarbeiter*innen der Familiengerichtshilfe die Übergabesituation stressfrei für Kinder zu gestalten. Sie schreiben einen Bericht, wie sich die Eltern bei der Übergabe verhalten haben und legen diesen dem Gericht vor. Auch hier entsteht ein großer Druck, da die Mutter einerseits ihr Kind gut begleiten will, andererseits am Prüfstand steht und genau beobachtet wird, wie sie sich verhält.
Das Webinar will Mütter gut auf Termine bei der Familiengerichtshilfe vorbereiten, damit sie angstfrei und souverän aufzutreten. Wir gehen auf folgende Fragen ein:
- Wie kann ich die Familiengerichtshilfe als Rückenwind nutzen und nicht als Gegenwind?
- Wie vertrete ich die Interessen meines Kindes ohne als „bindungsintolerant“ zu gelten?
- In welche Bereiche gebe ich der Familiengerichtshilfe Einblicke, welche gebe ich nicht preis?
- Wie schaffe ich ein realistisches Bild des anderen Elternteils zu vermitteln, ohne abschätzend zu wirken?
- Welches Wording vermeide ich bei meinem Gespräch und warum sollte manches nicht klar und direkt angesprochen werden?
- Mit welchen Fragen muss ich rechnen und wie verhalte ich mich in der künstlichen Situation der Verhaltensbeobachtung?
Vortragende:

(c)Martina Siebenhandl
Martina Rammer-Gmeiner arbeitet als Psychologin in Wien. Ihr Schwerpunkt ist das Thema „Trennung und Scheidung“. Sie berät Eltern bei Scheidungen (§95 Abs 1a Gespräch) oder bei verpflichtender Elternberatung (§107 Eltern- und Erziehungsberatung). Sie ist außerdem als Kinderbeistand tätig, wo sie Kinder in „strittigen“ Pflegschaftsverfahren vertritt. Sie versucht außerdem zu vermitteln, wie man der Elternbeziehung neudefinierten Raum geben kann, um für die gemeinsamen Kinder das Bestmögliche zu finden.
Warum der Großteil unserer Angebote Frauen* und weiblich gelesenen Personen vorbehalten ist
Der Großteil unserer Webinare und Seminare richtet sich an Frauen* und weiblich gelesene Personen, um einen geschützten Raum zu schaffen. Viele Teilnehmerinnen* sind von Gewalt betroffen oder haben diese erlebt, in der Regel Männergewalt. In diesem sensiblen Kontext ist es wichtig, sich sicher austauschen zu können, ohne Angst vor Bewertung oder Rechtfertigungsdruck.
Diese Vorgehensweise versteht sich ausdrücklich nicht als Ausschluss von Männern, sondern als Beitrag zum Gewaltschutz und zur Stärkung von Betroffenen.
Unser Fördergeber, das Sozialministerium, unterstützt uns in dieser Haltung.
Hast Du schon vorab Fragen oder kannst Du beim Webinar nicht dabei sein? Interessiert Dich ein Aspekt besonders? Dann schicke uns gerne eine E-Mail an event@verein-fema.at unter der Angabe des Namens des Webinars. Wir leiten Deine Frage an die Vortragende weiter und beantworten sie nach Möglichkeit im Webinar.


