Muttertag

Muttertag

Heute feiern wir Mütter für die wertvolle Leistung, die sie mit ihrer Care-Arbeit jeden Tag erbringen. 2023 errechnete das Momentum Institut, dass die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen im Jahr 2022 etwa 22% der gesamten Wirtschaftsleistung betrug, also 57 Milliarden Euro. Männer trugen damals mit 8% der Wirtschaftsleistung, also 38 Milliarden Euro bei.

Der Muttertag wurde übrigens von der US-amerikanischen Alleinerzieherin Julia Ward Howe als feministischen Kampftag erdacht. Warum es diesen Tag weiterhin braucht? Care Arbeit ist laut derzeitigem Stand der Wissenschaft einer der Hauptgründe der Entstehung des Patriarchats. Denn als die Menschen sesshaft wurden, begann eine Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern. Die arbeits- und zeitintensive Care-Arbeit wurde zunehmend den Frauen zugeschoben, während sie zuvor von der ganzen Gemeinschaft erledigt wurde. Während die Frauen nun mit den Kindern und pflegebedürftigen Eltern bzw. Großeltern beschäftigt waren, konnten sich die Männer auf die Jagd, Viehhaltung und die Sicherung und Erweiterung ihrer Besitztümer konzentrieren (zum Beispiel durch Kriege). Sie hatten mehr Zeit und Freiheit, um Netzwerke zu bilden, soziale Beziehungen zu pflegen, politische Bündnisse einzugehen und Handelsnetzwerke aufzubauen.

Diese ungleiche Verteilung der Aufgaben führte zur Etablierung patriarchaler Strukturen, die bis heute fortbestehen. In Österreich zeigte zuletzt die Zeitverwendungsstudie 2021/22, dass Frauen fast doppelt so viel unbezahlte Arbeit leisten wie Männer, wobei Mütter, insbesondere Alleinerzieher*innen, am wenigsten Freizeit haben. Dieselben Mechanismen halten damals wie heute Frauen von der Mitsprache und der Einflussnahme ab. Das Patriarchat hat Frauen aus der geschriebenen Geschichte ausgeschlossen und ihre politische Vertretung, Bildung und Eigentumsrechte eingeschränkt. So sank der Frauenanteil im Nationalrat durch die Zugewinne der FPÖ bei der letzten Nationalratswahl von 39% auf 36%.

Wir rufen deshalb am Muttertag zur Solidarität mit Müttern auf! Wir fordern die Gleichstellung von Müttern, insbesondere Alleinerzieher*innen in der Gesellschaft! Für eine Bezahlung der Care-Arbeit in Form einer Care-Umlage! Für die Anerkennung unserer Arbeit in der Pension!

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Warum der Großteil unserer Angebote Frauen* und weiblich gelesenen Personen vorbehalten ist

Der Großteil unserer Webinare und Seminare richtet sich an Frauen* und weiblich gelesene Personen, um einen geschützten Raum zu schaffen. Viele Teilnehmerinnen* sind von Gewalt betroffen oder haben diese erlebt, in der Regel Männergewalt. In diesem sensiblen Kontext ist es wichtig, sich sicher austauschen zu können, ohne Angst vor Bewertung oder Rechtfertigungsdruck.

Diese Vorgehensweise versteht sich ausdrücklich nicht als Ausschluss von Männern, sondern als Beitrag zum Gewaltschutz und zur Stärkung von Betroffenen.

Unser Fördergeber, das Sozialministerium, unterstützt uns in dieser Haltung.

Hast Du schon vorab Fragen oder kannst Du beim Webinar nicht dabei sein? Interessiert Dich ein Aspekt besonders? Dann schicke uns gerne eine E-Mail an event@verein-fema.at unter der Angabe des Namens des Webinars. Wir leiten Deine Frage an die Vortragende weiter und beantworten sie nach Möglichkeit im Webinar.