Wurde Dir schon einmal Männerhass vorgeworfen? Wurdest Du schon einmal als „radikale Feministin“ bezeichnet, um Dich abzuwerten, nachdem Du Deine Rechte eingefordert hast?
Wir bekommen zahlreiche Rückmeldungen von Betroffenen, die genau das erlebt haben. Besonders dort, wo Entscheidungen über ihre Sicherheit und die ihrer Kinder fallen, etwa in Pflegschaftsverfahren. Frauen benennen Gewalt, und plötzlich geht es um ihre Glaubwürdigkeit statt um ihren Schutz. Mütter fordern Rechte ein, und plötzlich heißt es, sie wären radikal. Dabei bedeutet Feminismus genau das Gegenteil:
𝐅𝐞𝐦𝐢𝐧𝐢𝐬𝐭*𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐬𝐞𝐭𝐳𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐟ü𝐫 𝐆𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐛𝐞𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠, 𝐆𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐃𝐢𝐬𝐤𝐫𝐢𝐦𝐢𝐧𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐫𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐬 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐥𝐞𝐜𝐡𝐭𝐬 𝐞𝐢𝐧.
Wenn die Forderung nach Gleichstellung der Geschlechter als radikal bezeichnet wird, dann wird Diskriminierung von Frauen als normal verkauft. Wir finden: Radikal ist das Patriarchat. Radikal ist es, Kontaktrechte gewalttätiger Väter über den Schutz ihrer Kinder zu stellen. Radikal ist es auch, Frauen finanziell gezielt zu schädigen, um sie klein zu halten. Und: Radikal ist es, Feminismus als Männerhass zu bezeichnen.
Doch warum passiert das immer noch, sogar am Familiengericht?
Oft ist es eine Taktik: Die Betroffenen sollen aus dem Konzept gebracht werden, die Aufmerksamkeit soll weg vom Thema, hin zu einer Charakterfrage gelenkt werden. Ein strategisches Ablenkungsmanöver, mit dem Gewaltschutz und Kindeswohl in den Hintergrund gedrängt werden sollen. Genau so funktioniert ein antifeministischer Reflex: Wer die Macht der Männer in Frage stellt, muss sie hassen. Das Totschlag Argument lenkt weg von Macht, weg von Ressourcen, weg von Gewalt, hin zu einem Schlagwort, das Frauen diskreditieren und isolieren soll. Der Nebeneffekt: Der Vorwurf führt oft zu einer Entsolidarisierung, denn viele Frauen möchten nicht mit anderen in Verbindung gebracht werden, die als Männerhasser*innen dargestellt werden.
Dabei funktioniert Männerhass ganz anders als Frauenhass: Frauenhass ist historisch und strukturell gewachsen. Er ist verankert in Gesetzen, Judikatur, Moralvorstellungen, Medien und gesellschaftlichen Regeln. Während Frauenhass nicht nur ein Gefühl einzelner Männer gegenüber Frauen ist, findet man Männerhass nur auf individueller Ebene, meist entstanden durch eine Reaktion auf eine negative oder traumatische Erfahrung. Es gibt kein politisches System, das Männer systematisch aus Bildung, Eigentum oder politischer Teilhabe ausschließt, weil sie Männer sind. Es gibt keine Jahrhunderte lange juristische Tradition, die Männern grundsätzlich die Glaubwürdigkeit abspricht, weil sie männlich sind.
𝐅𝐞𝐬𝐭 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐭: 𝐅𝐞𝐦𝐢𝐧𝐢𝐬𝐭*𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐬𝐭ä𝐫𝐤𝐞𝐧 𝐌ä𝐧𝐧𝐞𝐫. 𝐀𝐮𝐜𝐡 𝐅𝐄𝐌.𝐀 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐭 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐚𝐧 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐦𝐢𝐭 𝐟𝐞𝐦𝐢𝐧𝐢𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐌ä𝐧𝐧𝐞𝐫𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐕ä𝐭𝐞𝐫, 𝐮𝐦 𝐠𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐬𝐚𝐦 𝐟ü𝐫 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐠𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐛𝐞𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐭𝐞 𝐖𝐞𝐥𝐭 𝐳𝐮 𝐤ä𝐦𝐩𝐟𝐞𝐧. 𝐖𝐢𝐫 𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐬 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐞𝐧𝐭𝐳𝐰𝐞𝐢𝐞𝐧!
Wir sind stolz, Feminist*innen zu sein. Denn Feminismus steht für Gleichstellung und eine bessere Welt für alle. Wir lassen uns nicht entzweien, wir bleiben solidarisch!

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