Webinar: Erben, Vererben und Vorsorgen als Alleinerzieher*in

Verlassenschaft verstehen, Kinder absichern und Kosten sparen

Kostenloses Webinar mit Dr. Carina Romanek |

Gerade für Alleinerzieher*innen ist Vorsorge besonders wichtig. Wer die Verantwortung für ein Kind überwiegend oder allein trägt, sollte wissen, was im Todesfall mit dem eigenen Vermögen passiert, wie minderjährige Kinder in einem Verlassenschaftsverfahren vertreten werden und welche Möglichkeiten bestehen, die eigene Vermögensnachfolge rechtzeitig und sinnvoll zu gestalten.

Rechtsanwältin Dr.in Carina Romanek erklärt in diesem Webinar verständlich und anhand konkreter Fälle aus ihrer anwaltlichen Praxis, wie ein österreichisches Verlassenschaftsverfahren tatsächlich abläuft und an welchen Stellen gute Vorbereitung nicht nur Streit, sondern auch erhebliche Kosten vermeiden kann. Außerdem erklärt sie, was man schon heute tun kann, um sein Kind später finanziell und rechtlich gut abzusichern.

Weiters zeigt sie für Erben sehr konkrete Kostenersparnismöglichkeiten durch geschicktes Vorgehen im Verlassenschaftsverfahren auf.

Inhalte des Webinars

  • Das Verlassenschaftsverfahren Schritt für Schritt: Was passiert nach einem Todesfall, welche Rechte gibt es als Erbe oder Pflichtteilsberechtigter und wann wird man tatsächlich Erb*in?
  • Notar*in als Gerichtskommissär*in oder eigener Rechtsanwält*in? Welche Möglichkeiten Erb*innen haben, sich durch eine selbst gewählte Erbenmachthaber*in vertreten zu lassen, wie Honorare vereinbart werden können und wo sich Kosten sparen lassen.
  • Was tun, wenn ich mir ein Verfahren oder anwaltliche Unterstützung nicht leisten kann? Voraussetzungen und Möglichkeiten der Verfahrenshilfe.
  • Wenn Minderjährige erben: Wer vertritt das Kind? Wann ist das Pflegschaftsgericht eingebunden und welche Besonderheiten sind bei minderjährigen Erb*innen zu beachten?
  • Vorsorge beginnt lange vor dem Erbfall: Warum eine übersichtliche Dokumentation des eigenen Vermögens so wichtig ist und welche Informationen für Angehörige bzw. Kinder hinterlegt werden sollten. Gerade Bankguthaben, Depots, Versicherungen und andere Vermögenswerte werden im Verlassenschaftsverfahren nicht automatisch lückenlos gefunden.
  • Das Testament: Wie errichtet man ein rechtsgültiges Testament, wo sollte es aufbewahrt werden und wie stellt man sicher, dass es nach dem Tod tatsächlich gefunden wird? Welche Bedeutung hat dabei das Testamentsregister?
  • Wie kann ich mein Kind absichern? Welche Gestaltungsmöglichkeiten bietet ein Testament – etwa durch Testamentsvollstreckung oder Vorgaben für die Verwaltung und Veranlagung des geerbten Vermögens?
  • Schenken statt vererben? Wann eine Vermögensübertragung bereits zu Lebzeiten sinnvoll sein kann und welche Gestaltungsmöglichkeiten, etwa Wohnrechte oder Belastungs- und Veräußerungsverbote, bestehen.
  • Typische Kostenfallen vermeiden: Welche einfachen Maßnahmen, von einer geordneten Vermögensübersicht über die Dokumentation von Schenkungen bis zur richtigen Gestaltung einer Immobilientransaktion, später viel Geld und langwierige Erbstreitigkeiten ersparen können.

Das Webinar richtet sich sowohl an Frauen, die selbst mit einem Verlassenschaftsverfahren konfrontiert sind oder demnächst ein Erbe antreten oder ihren Pflichtteilsanspruch geltend machen wollen, als auch an jene, die rechtzeitig dafür sorgen möchten, dass ihr eigenes Vermögen später nach ihren Vorstellungen weitergegeben wird.

Denn gerade beim Erben gilt: Wer rechtzeitig Klarheit schafft, kann seinen Angehörigen nicht nur Kosten und Konflikte, sondern auch viel zusätzliche Belastung in einer ohnehin schwierigen Situation ersparen.

Die Vortragende

Dr. Carina Romanek ist Rechtsanwältin und Gründungspartnerin der Wiener Kanzlei PRIME LAW Rechtsanwälte. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte liegen insbesondere im Immobilien-, Zivil- und Erbrecht. Sie beschäftigt sich regelmäßig mit der rechtlichen Gestaltung von Vermögensnachfolgen, Schenkungen und letztwilligen Verfügungen sowie mit der Begleitung in Verlassenschaftsverfahren sowie Abwicklung und gerichtlichen Durchsetzung komplexer Erbfälle, insbesondere dann, wenn Immobilienvermögen betroffen ist.

Sie ist seit mehr als 15 Jahren im Immobilien- und Zivilrecht tätig und seit mehr als zehn Jahren als Rechtsanwältin eingetragen. 2021 gründete sie gemeinsam mit einem Kollegen PRIME LAW Rechtsanwälte in Wien. Neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit ist sie Lektorin an der Fachhochschule des BFI Wien und unterrichtet dort Zivil- und Unternehmensrecht.

Als Mutter einer mittlerweile 19-jährigen Tochter ist ihr das Thema rechtzeitiger Vorsorge auch persönlich ein Anliegen: Was kann ich heute tun, damit mein Kind gut abgesichert ist, wenn mir etwas passiert? Wie stelle ich sicher, dass Vermögen, wichtige Informationen und meine eigenen Vorstellungen später tatsächlich dort ankommen, wo sie ankommen sollen? Und umgekehrt: Was kann ich tun, wenn mein Kind selbst Erbe wird, etwa nach dem Tod seines Vaters, und Unterstützung dabei braucht, seine Rechte wahrzunehmen?

Der Verein Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A ist in Österreich einzigartig mit seinem Beratungs- und Serviceangebot rund um die Themen Finanzwissen, Unterhalt, Obsorge und Kontaktrecht. Es reicht von kostenlosen Webinaren mit Rechtsanwält*innen und Psycholog*innen, Entlastungsgesprächen an der kostenlosen FEM.A-Helpline, Orientierungsgesprächen zu finanziellen Beihilfen bis zu Informationen auf der Website, in einem regelmäßigen Newsletter sowie auf diversen sozialen Medien, Vernetzung, Erfahrungsaustausch und Lobbying.

Mehr dazu: https://verein-fema.at/der-verein/

Hast Du schon vorab Fragen oder kannst Du beim Webinar nicht dabei sein? Interessiert Dich ein Aspekt besonders? Dann schicke uns gerne eine E-Mail an event@verein-fema.at unter der Angabe des Namens des Webinars. Wir leiten Deine Frage an die Vortragende weiter und beantworten sie nach Möglichkeit im Webinar.

Warum der Großteil unserer Angebote Frauen* und weiblich gelesenen Personen vorbehalten ist

Der Großteil unserer Webinare und Seminare richtet sich an Frauen* und weiblich gelesene Personen, um einen geschützten Raum zu schaffen. Viele Teilnehmerinnen* sind von Gewalt betroffen oder haben diese erlebt, in der Regel Männergewalt. In diesem sensiblen Kontext ist es wichtig, sich sicher austauschen zu können, ohne Angst vor Bewertung oder Rechtfertigungsdruck.

Diese Vorgehensweise versteht sich ausdrücklich nicht als Ausschluss von Männern, sondern als Beitrag zum Gewaltschutz und zur Stärkung von Betroffenen.

Unser Fördergeber, das Sozialministerium, unterstützt uns in dieser Haltung.

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